13-jähriger Ausreißer: Obsorge-Prozess wird neu aufgerollt
Der Obsorge-Prozess um einen 13-jährigen Ausreißer aus Oberösterreich wird neu aufgerollt. Der Bub war im März nach München in die Redaktion einer Zeitung gefahren, um auf sein Schicksal aufmerksam zu machen.

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Der Obsorge-Prozess um den 13-jährigen Oberösterreicher, der Anfang März aus Protest gegen sein Leben im Kinderheim nach München zur "Bildzeitung" gefahren war, wird neu aufgerollt. Das Landesgericht Linz habe die Entscheidung, wonach die Mutter das Sorgerecht verliert, gekippt, berichteten die Oberösterreichischen Nachrichten (Donnerstag-Ausgabe).
2008 waren der Bub und seine jüngere Schwester ihrer Mutter abgenommen und in ein Heim gebracht worden. Die Frau sei überfordert und arbeitslos gewesen, habe häufig ihren Wohnsitz gewechselt und nicht mit dem Jugendamt kooperiert, wurde ihr laut Zeitung von Jugendwohlfahrt und Bezirksgericht Traun vorgeworfen. Weder Kinder noch Mutter waren mit der Entscheidung glücklich, soll auch die aktuelle Rekursentscheidung des Landesgerichts betonen. Der 13-Jährige riss im März aus der Einrichtung in Golling (Salzburg) aus und fuhr nach München, um auf sein Schicksal aufmerksam zu machen.
Mutter wieder "erziehungsfähig"
Das Landesgericht als zweite Instanz habe nun die Entscheidung gekippt, wonach die Mutter das Sorgerecht verliert und die Kinder im Heim leben müssen, so der Zeitungsbericht. Der Entzug der Obsorge sei eine "äußerste Notmaßnahme", daher ein "strenger Maßstab" anzulegen. Die Frau habe nun wieder einen Job und eine "geordnete Wohnsituation". Sie sei - vor allem mit Hilfe von Profis - erziehungsfähig, habe das Gericht festgehalten. Das Bezirksgericht müsse nun erneut entscheiden, ob die Kinder zur Mutter zurück dürfen oder in einer Einrichtung bleiben müssen.











