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    Zuletzt aktualisiert: 26.04.2011 um 13:07 UhrKommentare

    Weltweites Gedenken an Atomkatastrophe Tschernobyl

    25 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl gedenkt die Ukraine unter den Augen der Weltöffentlichkeit am Dienstag des Super-GAU.

    Foto © APA

    Die Präsidenten der bis heute am stärksten betroffenen Ex-Sowjetrepubliken Ukraine, Weißrussland und Russland wollen in der verstrahlten Sperrzone an tausende Opfer sowie hunderttausende Helfer erinnern.

    Das Gedenken begann bereits kurz nach Mitternacht. Der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche, Kirill, schlug um 01.23 Uhr Ortszeit die Tschernobyl-Glocke. Sie läutet traditionell das Erinnern am Jahrestag des Unglücks ein. Auch unter dem Eindruck des Reaktorunglücks im japanischen Fukushima wird weltweit der Atomkatastrophe gedacht. Die Umweltorganisation Greenpeace bestrahlte den Reaktor 4, der am 26. April 1986 bei einer Notfallübung explodiert war, mit einer Lichtprojektion. In Russland zündete die Umweltorganisation Bellona in St. Petersburg fliegende Fackeln aus Papier an, die in die Luft stiegen.

    Die Umweltorganisation Global 2000 hatte in Wien bereits am Montag zu einer Kundgebung am Stephansplatz aufgerufen, an der laut Schätzung der Polizei rund 700 Menschen teilnahmen. Unter den Teilnehmern waren auch Bundeskanzler Faymann und Grünen-Chefin Glawischnig. Faymann verurteilte in einer Ansprache den weiteren Ausbau der Atomkraft. Es sei angesichts der Atomkatastrophe in Fukushima "zynisch", von der Atomkraft als beherrschbarer Technologie zu sprechen. Atomkraftgegner haben auch für Dienstag in vielen Ländern in vielen Ländern Aktionen angekündigt, darunter auch in Österreich. Schauplatz ist diesmal der Wiener Michaelerplatz.

    Am 26. April 1986 war der Reaktor 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl bei einer Notfallübung explodiert. Bei dem Super-GAU hatten Flammen radioaktives Material kilometerhoch in die Luft geschleudert. Die Strahlenwolke hatte sich auch über weite Teile Westeuropas ausgebreitet. Bis heute sind Böden durch damalige Regenfälle mit radioaktiven Stoffen wie etwa Cäsium-137 belastet. Das Strahlengift kann Krebs und andere Krankheiten erzeugen. So wurde in den betroffenen Regionen ein massiver Anstieg der Kindersterblichkeit und bei Krebsfällen registriert.

    Quelle: APA

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