Caritas startet Tschernobyl-Hospizprojekt
Die Caritas startet 25 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl ein Hospizprojekt in der Ukraine. Die ukrainische Kommission zum Schutz vor Strahlenschäden spricht von einem Anstieg der Kindersterblichkeit um 20 bis 30 Prozent, hieß es am Ostermontag seitens der Hilfsorganisation.

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Besonders stark sei die Zunahme von Schilddrüsenkrebs bei Kindern in den verstrahlten Gebieten. Laut einer WHO-Studie sind 6.000 Kinder betroffen. "Speziell die Situation der vielen sterbenskranken Erwachsenen und Kinder ist dramatisch", berichtete Caritasmitarbeiterin Gudrun Gusel, die vor kurzem in der Ukraine war. "Die Hospizarbeit in der Ukraine steckt noch in den Kinderschuhen. Es mangelt derzeit an fast allem: finanzielle Mittel sind kaum vorhanden, Pflegebehelfe fehlen oft, Medikamente sind Mangelware oder nicht leistbar, und es gibt viel zu wenig Personal. Dennoch versuchen unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort mit viel Einsatz, Herz und Engagement ihr Möglichstes, um den schwerstkranken Menschen einen Lebensabend in Würde zu ermöglichen."
"Um die Not und das Elend der Menschen etwas lindern zu können, bauen wir jetzt die Hospizarbeit in der Ukraine massiv aus. Aktuell entstehen in zwei Städten der Ukraine Mobile Hospize für vorwiegend ältere und krebskranke Menschen", sagte Caritasdirektor Michael Landau. Insgesamt werden 1.500 Menschen im Rahmen des von der EU geförderten Projektes in ihrer letzten Lebensphase mit palliativmedizinischer Pflege betreut, sozialarbeiterisch und auch seelsorgerisch begleitet. Die Caritas bat für das neue Hospizprojekt um Spenden. Caritas-Spendenkonto: RBI 404.050.050, BLZ 31.000 Kennwort: Tschernobyl











