Feuer raubte 15 Menschen das Zuhause
Laut Polizei sind eine Zigarettenkippe oder ein technischer Defekt Ursache für den schweren Brand in der Osternacht. Die Schadenshöhe ist weiter unbekannt.

Foto © EggenbergerDie Berufsfeuerwehr Klagenfurt und sieben freiwillige Feuerwehren löschten das Feuer
Die Nacht auf den Ostermontag verlief für die Klagenfurter Feuerwehren ruhig. Ganz anders als die beiden Nächte davor. Wie berichtet, brannte eine Halle in der Klagenfurter Müllsortierungsanlage in der Nacht auf Samstag nieder. Kurz nach Mitternacht am Ostersonntag mussten die Kameraden erneut zu einem Großbrand ausrücken. Zwei Reihenhäuser im Stadtteil Welzenegg standen beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits in Vollbrand. Auch auf zwei Nachbarhäuser griff das Feuer über.
Siegfried Klemen wurde auf das Feuer aufmerksam: "Ich habe gesehen, dass alles in Flammen stand und sofort die Feuerwehr gerufen. Der erste Gedanke war, die Leute aus den Häusern zu holen", sagt der 21-Jährige im ORF-Interview am Sonntag. Nach dem Notruf läutete er die Bewohner aus den Wohnungen. Elf Menschen wurden von der Rettung mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Klinikum gebracht. Sie konnten am Sonntag wieder entlassen werden.
"Als wir eintrafen, waren die Bewohner bereits im Freien. Das war gut für uns, um sofort mit den Löscharbeiten zu beginnen", so Einsatzleiter Otto Sommer, Bereitschaftsoffizier der Berufsfeuerwehr. Das Feuer breitete sich über die Zwischendecken der Gebäude rasch aus. Die Berufsfeuerwehr und sieben freiwillige Wehren standen im Einsatz, um ein Übergreifen der Flammen auf weitere Nachbargebäude zu verhindern. Bis in den Vormittag des Ostersonntags dauerten die Nachlöscharbeiten.
Die Bewohner des Reihenhauses stehen vor den Trümmern ihrer Existenz, viele besitzen nur mehr das, was sie am Körper getragen haben. "Ein Haus ist vollkommen ausgebrannt. Bei den angrenzenden Gebäuden sind die Dachstühle schwer beschädigt und die darunter liegenden Wohnungen durch das Löschwasser nicht mehr bewohnbar", so Werner Mochorko vom Landeskriminalamt. Insgesamt sind 15 Menschen betroffen. Sie müssen zumindest vorübergehend anderswo unterkommen. Das Haus einer fünfköpfigen Familie wurde von den Flammen total zerstört. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. Seit gestern ist klar, dass Brandstiftung ausgeschlossen werden kann. Laut Kriminalisten und Sachverständigen war entweder eine nicht ordnungsgemäß entsorgte Zigarette oder ein technischer Defekt die Ursache.
Brand nicht gelegt
Unbekannt ist auch noch die Schadenshöhe, die der Brand in der Müllanlage verursachte. Allerdings gaben die Ermittler auch in diesem Fall gestern Entwarnung: Brandstiftung wird definitiv ausgeschlossen. "Der Brand-entstehungsbereich befindet sich im Inneren der Halle. Es gibt keine Anhaltspunkte für eine Brandinitiierung durch heiße, nachglühende Teilchen", so die Kriminalisten. Den Brand dürfte ein elektrischer Defekt ausgelöst haben. Dieser könnte laut Polizei eine tierische Ursache haben. Eine Ratte könnte ein Kabel durchgebissen haben.













