Bub nach Pool-Unfall im künstlichen Tiefschlaf
Jener zweijährige Bub, der am Mittwoch im Bezirk Grieskirchen von einem Nachbarn reanimiert worden ist, nachdem er leblos im Biotop im Garten seines Elternhauses getrieben war, liegt in der Intensivstation der Kinderklinik Linz im künstlichen Tiefschlaf. "Der Zustand war heute früh kritisch, aber stabil", hieß es vom Krankenhausbetreiber gespag am Donnerstagvormittag zur APA.
Der 30-jährige Vater, der kurz eingenickt sein dürfte, fand den Buben gegen 14.10 Uhr im Wasser. Er rannte mit seinem Sohn am Arm zu den Nachbarn, rief um Hilfe. Ein 29-Jähriger reanimierte den Zweijährigen, nachdem er zuvor weder Pulsschlag noch Atmung feststellen konnte. Das Kind wurde mit dem Hubschrauber in die Kinderklinik in Linz geflogen.
Nach dem Unfall rät nun das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) generell dazu, Swimmingpools oder Teiche zu umzäunen. Auch wenn man selbst keine Kinder hat, aber beispielsweise in der Nachbarschaft welche wohnen, sei das die beste Sicherung. Fünf Kinder unter fünf Jahren würden im Schnitt jährlich in Österreich ertrinken.
Bereits geringe Wassertiefen von zehn bis 20 Zentimetern können Kindern zum Verhängnis werden. "Im Gegensatz zu Erwachsenen gehen sie einfach lautlos unter, ohne um sich zu schlagen und dadurch auf sich aufmerksam zu machen", erklärte KfV-Direktor Othmar Thann. Durch ihren verhältnismäßig schweren Kopf und die noch ungeübte Muskulatur können ihn Kinder unter fünf Jahren nicht eigenständig aus dem Wasser heben und verfallen in eine Starre mit Atemsperre. Noch dazu hätten die meisten in diesem Alter noch keinerlei Schwimmerfahrung, so Thann. Oberste Prämisse sei daher, dass Kinder in der Nähe von Gewässern und Pools oder in Bädern nie unbeaufsichtigt bleiben.











