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Zuletzt aktualisiert: 21.04.2011 um 19:01 UhrKommentare

Dauerhafte Sperrzone um AKW Fukushima eingerichtet

Foto © APA

Wegen der hohen Strahlenbelastung hat die japanische Regierung die Evakuierungszone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima zum dauerhaften Sperrgebiet erklärt. Ab Donnerstag um Mitternacht sei der Zugang zu der evakuierten 20-Kilometer-Zone verboten, sagte Regierungssprecher Edano. Zuletzt waren immer mehr Bewohner in das Gebiet zurückgekehrt, um Habseligkeiten aus ihren Häusern zu holen.

Ministerpräsident Naoto Kan bekam unterdessen beim Besuch in einer Notunterkunft in Fukushima den Zorn der Menschen zu spüren, die ihr Zu Hause verlassen mussten. Nach dem schweren Erdbeben und Tsunami am 11. März, die auch die Atomkatastrophe auslösten, müssen im Nordosten Japans noch immer mehr als 130.000 Menschen in provisorischen Unterkünften ausharren.

Der Zugang zu der Sperrzone sei nur noch unter staatlicher Aufsicht möglich, erklärte Edano. Wer dagegen verstoße, müsse mit vorübergehender Festnahme oder einem Bußgeld von bis zu umgerechnet 800 Euro rechnen. Kraftwerksbetreiber Tepco hatte erklärt, es werde noch mindestens bis zum Jahresende dauern, bis die Lage nach dem schwersten Atomunglück seit dem dem Super-Gau von Tschernobyl vor 25 Jahren unter Kontrolle gebracht sei. Experten gehen davon aus, dass es viel länger dauern wird.

Sechs Wochen nach der Katastrophe legten die Behörden einen vorläufigen Grenzwert für die Strahlenbelastung an Schulen rund um Fukushima fest. So dürfen Schulen und Spielplätze benutzt werden, solange die Strahlendosis unter freiem Himmel nicht über 3,8 Mikrosievert pro Stunde liegt.

Wie der AKW-Betreiber Tepco bekanntgab, hatte das aus dem Kraftwerk ins Meer gesickerte radioaktive Wasser Anfang des Monats eine Strahlendosis von geschätzten 5.000 Terabecquerel. Das entspricht dem 20.000-fachen der erlaubten Jahresmenge. Die "Rainbow Warrior", das Flaggschiff der Umweltorganisation Greenpeace, hat sich unterdessen auf den Weg nach Japan gemacht, um rings um das Atomkraftwerk Fukushima eigene Messungen der Qualität des Meerwassers vorzunehmen.

Quelle: APA

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