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Zuletzt aktualisiert: 20.04.2011 um 11:40 UhrKommentare

Chronologie der Öl-Katastrophe

Vor einem Jahr ist im Golf von Mexiko die BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" explodiert. Fast 780 Millionen Liter Öl strömten aus und verursachten die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA. Die Folgen der Ölpest sind noch längst nicht bewältigt. Eine Chronologie der Abläufe.

Umweltaktivisten protestieren gegen BP

Foto © APUmweltaktivisten protestieren gegen BP

20. April 2010: Nach der Explosion bleiben elf Arbeiter verschollen, 126 können gerettet werden.

22. April: Die brennende Bohrinsel versinkt. In 1.500 Metern Tiefe sprudelt Öl ins Meer.

2. Mai: US-Präsident Barack Obama besucht erstmals die Region und kritisiert den Konzern: "BP wird die Rechnung dafür bezahlen."

26. Mai: BP startet mit "Top Kill" den ersten Versuch, die Quelle mit einem Schlammgemisch zu schließen. Das Verfahren scheitert.

4. Juni: Ingenieure platzieren eine kleine Glocke über dem Leck. Mit ihr kann aber nur ein kleiner Teil des Öls aufgefangen werden.

23. Juni: Wegen technischer Probleme muss BP das Auffangen des Öls erneut unterbrechen. Zwei Helfer kommen ums Leben.

13. Juli: BP stülpt einen 68 Tonnen schweren Zylinder über die Quelle. Zwei Tage später ist sie komplett verschlossen. Parallel arbeitet der Konzern an einem Nebenzugang zum Hauptbohrloch.

21. Juli: Um die Schäden bezahlen zu können, verkauft BP für sieben Milliarden Dollar (5,5 Mrd. Euro) Öl- und Gasfelder.

27. Juli: BP erklärt den Rücktritt von Vorstandschef Tony Hayward zum 1. Oktober, seine Nachfolge übernimmt der Amerikaner Bob Dudley.

28. Juli: Der Ölteppich auf dem Meer löst sich nach Angaben von Wissenschaftern überraschend schnell auf. Die Sorge über Langzeitschäden bleibt.

3. August: Die Aktion "Static Kill" beginnt. Dabei werden von oben Schlamm und Zement in die Steigleitung im Meeresboden gepumpt.

17. September: Um das Leck für immer zu stopfen, wird bei "Bottom Kill" auch von unten Schlamm und Zement in die Quelle gepumpt. Die US-Regierung erklärt das Bohrloch anschließend für endgültig versiegelt.

16. Dezember: Die US-Regierung hat Klage gegen BP und andere Unternehmen eingereicht. Neben Schadenersatzforderungen drohen Strafgelder in Milliardenhöhe.

6. Jänner 2011: Von der Regierung beauftragte Experten weisen die Hauptschuld den an der Bohrung beteiligten Firmen zu. Die Behörden seien mitverantwortlich gewesen, heißt es.


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