Mordverdächtiger betreute offenbar Pflegekinder
Der mutmaßliche Serienmörder, der in Deutschland die Tötung von drei Buben gestanden hat, hatte früher offenbar auch Pflegekinder betreut. Nach Angaben ehemaliger Nachbarn habe der Mann Ende der 90er Jahre wiederholt "etwa zehn bis 15 Jahre alte Pflegekinder" in seiner damaligen Wohnung in Bremen-Neustadt bei sich aufgenommen, berichtete am Samstag das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".
Die Kinder hätten aus sozial benachteiligten Familien gestammt und seien zur vorübergehenden Betreuung vermittelt worden. Ob die Angaben zutreffen und falls ja, wer für die Vermittlung der Kinder an den offenbar pädophilen Mann verantwortlich war, werde derzeit in der Bremer Sozialbehörde geprüft. Eine Sprecherin der Sonderkommission der Polizei wollte die Angaben weder bestätigen noch dementieren. Es gingen zahlreiche neue Hinweise ein, die in den kommenden Wochen untersucht würden.
Fast 20 Jahre nach seiner ersten Tat gilt der als "Maskenmann" bekanntgewordene Serienmörder und Kinderschänder als gefasst: Ein 40-jähriger Lehramtsanwärter und Betreuer aus Hamburg gestand nach Angaben der Ermittler vom (gestrigen) Freitag, seit 1992 drei Buben im Alter von acht bis 13 Jahren getötet zu haben, darunter den neunjährigen Dennis K. aus Osterholz-Scharmbeck. Der Mann gab außerdem den Missbrauch mehrerer Kinder zu. Er steht nunmehr im Verdacht, 1992 den 13-jährigen Stefan J., 1995 den achtjährigen Dennis R. und 2001 Dennis K. getötet zu haben.










