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    Zuletzt aktualisiert: 08.04.2011 um 16:43 UhrKommentare

    Mörder in Niedersachsen soll Kannibale sein

    Foto © APA

    Der mutmaßliche zweifache Mörder von Bodenfelde in Niedersachsen ist vermutlich auch ein Kannibale. Er soll Körperteile eines seiner beiden toten Opfer abgebissen und aufgegessen haben. Der Sprecher des Göttinger Landgerichts, Tobias Jakubetz, bestätigte am Freitag, dass der Angeklagte kannibalistische Handlungen in einem schriftlichen Geständnis eingeräumt hat.

    Der 26-Jährige ist angeklagt, im November vergangenen Jahres in Bodenfelde die 14-jährige Nina und den 13 Jahre alten Tobias getötet zu haben. Der Mordprozess beginnt am Mittwoch vor der Schwurgerichtskammer des Göttinger Landgerichts.

    Erstes Opfer von Jan O. war die 14-jährige Nina. Laut Anklage wollte er das Mädchen am 15. November 2010 in einem Fichtenwäldchen am Rand von Bodenfelde vergewaltigen. Als die Schülerin sich wehrte, habe er sie gewürgt, getreten, mit einer vollen Bierflasche geschlagen und schließlich mit Messerstichen in den Hals getötet. In einem schriftlichen Geständnis habe der Angeklagte geschildert, wie er dann Fleischstücke abgebissen und gegessen habe, sagte Gerichtssprecher Jakubetz.

    Fünf Tage nach dem ersten Verbrechen wurde der 13-jährige Tobias das zweite Opfer des Mannes. Nach Angaben des Landgerichts hatte der Angeklagte den Schüler zunächst für ein Mädchen gehalten. Er habe den Buben in einen Jungwald gezerrt, in der die Leiche des Mädchen versteckt war. Dort soll er ihn ebenfalls gewürgt und vielfach mit einem Messer auf ihn eingestochen haben. Tobias starb an seinen schweren Verletzungen.

    In den Wochen vor den Verbrechen hatte Jan O. mehrfach gegen Bewährungsauflagen verstoßen. Nach Verurteilung wegen einer Diebstahlsserie befand er sich zur Bewährung auf freiem Fuß. Er stand wegen eines Drogenproblems zudem kurz vor der Einweisung in eine Entziehungsklinik.

    Quelle: APA

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