Ukrainische Lebensmittel noch immer radioaktiv belastet
Laut Greenpeace wird in landwirtschaftlichen Produkten aus der Region noch immer ein Gehalt an Caesium 137 gemessen, der über dem Grenzwert liegt. Vor allem Milch, getrocknete Pilze und Beeren sind betroffen.

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Nach der Atomkatastrophe im ukrainischen Tschernobyl vor 25 Jahren sind einige in der Region angebaute Lebensmittel einer Studie zufolge weiterhin radioaktiv belastet. In landwirtschaftlichen Produkten von Dorfmärkten in den Regionen Schitomir und Riwne könne noch immer ein Gehalt an strahlendem Caesium 137 nachgewiesen werden, der über den Grenzwerten liege, teilte die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Dienstag unter Bezugnahme auf eine eigene Studie mit.
Das stabile Isotop sei vor allem in Milch, getrockneten Pilzen und Beeren gefunden worden. Die Region Riwne sei dabei wegen ihres torfigen Bodens, der die radioaktiven Partikel eher zu den Pflanzenwurzeln weiterleite als anderen Erden, stärker betroffen als Schitomir.
Greenpeace kritisierte, dass die behördlichen Untersuchungen von Nahrungsmitteln auf ihre radioaktive Belastung hin vor mehr als zwei Jahren eingestellt worden seien. "Es war vollkommen verfrüht, das Überwachungsprogramm zu beenden", sagte die Leiterin der neuen Studie, Iryna Labunska, von der Universität Exeter im Südwesten Großbritanniens. Lebensmittel aus landwirtschaftlichen Großbetrieben sind demnach hinsichtlich der Strahlenbelastung unbedenklich. Nahrungsmittel, die von Kleinbauern auf dem Land produziert würden, litten aber weiterhin an den Folgen des Reaktorunglücks im Jahr 1986.











