Feuerwehrmänner sind top, Politiker flop
Florianijünger und Krankenschwestern genießen bei den Österreichern das höchste Vertrauen. Kicker und Priester schneiden schlecht ab.

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Feuerwehrmänner sind wieder einmal obenauf, wenn es um das Ansehen ihres Berufs geht. Seit langem liegen sie in diversen Reihungen vorne, auch in der aktuellen Umfrage, die das Magazin "Reader's Digest" gestern veröffentlichte. Abgeschlagen Letzter sind - ebenso wenig überraschend - die Politiker.
Auch wenn Feuerwehrmann bzw. -frau in Österreich eher ein Ehrenamt denn eine hauptberufliche Tätigkeit ist, genießt der Berufsstand hierzulande das höchste Ansehen. 97 Prozent der Befragten sprachen den tollkühnen Frauen und Männern "sehr hohes" oder zumindest "ziemlich hohes" Vertrauen aus. Der Durchschnittswert in 16 europäischen Ländern liegt mit 93 Prozent ebenfalls ganz oben.
Das weibliche Gegenstück zu den männlich dominierten Florianijüngern ist die Krankenschwester. Sie genießt in Österreich gleich hohe Vertrauenswerte. Gleich dahinter folgen die Piloten und die Apotheker. Interessant ist auch, dass die heimischen Landwirte um eine Spur besser abschneiden als unsere Gesetzeshüter. In anderen europäischen Ländern vertraut man der Polizei aber deutlich weniger - 59 Prozent ist ein eher bescheidener Wert. Überhaupt sind die Österreicher "vertrauensseliger" als ihre Nachbarn.
In Österreich wie auch in Resteuropa abonniert auf den letzten Platz sind die Politiker. Und die Affären der letzten Wochen dürften das Vertrauen in die Volksvertreter auch nicht weiter gestärkt haben. So haben auch die Priester zu spüren bekommen, dass sich Skandale im Umfeld der Kirche negativ auf das Berufsbild auswirken. Im Vergleich zum Vorjahr büßten sie im Vertrauensindex um zehn Prozentpunkte ein und liegen mit 44 Prozent noch hinter den Taxifahrern.
Und: Dass die Österreicher den Fußballern weniger vertrauen als anderswo in Europa, könnte auch ein wenig mit der Qualität ihrer Arbeit zu tun haben . . .











