5.000 Pedalritter bei Wiens erster Radparade

Foto © APA
Ein Radausflug der anderen Art: Nicht zuletzt dank des frühsommerlichen Wetters haben am Sonntag laut Organisatoren und Polizei rund 5.000 Pedalritter an Wiens erster Radparade einmal rund um den Ring teilgenommen. "Unsere Erwartungen wurden vollkommen übertroffen", freute sich Koordinator Martin Friedl im Gespräch mit der APA über "das riesige Volksfest".
Wegen des Erfolgs - die Veranstalter hatten ursprünglich mit maximal 2.000 Radlern gerechnet - soll es künftig weitere derartige Events geben. Bereits am Vormittag sammelten sich die Anhänger des nichtmotorisierten Verkehrs beim Burgtheater. Um 12.00 Uhr gab Verkehrsstadträtin Vassilakou schließlich den Startschuss zur Massenausfahrt im Herzen der Bundeshauptstadt. Im flotten Schritttempo setzte sich der zweirädrige Tross in Bewegung. Laut Friedl reichte die Kolonne durchgehend vom Rathaus- bis zum Schwedenplatz.
Viele Biker ließen ihrer Kreativität freien Lauf. Ballon- und Blumenschmuck, Piratenflaggen, selbst gebastelte Ghettoblaster und andere Vehikeldekorationen wurden gesichtet. Der Dresscode beschränkte sich nicht nur auf Radlerhose und T-Shirt. Einige Hobbysportler warfen weiße Sakkos über, andere stiegen in Koch- oder Blaumannkluft auf ihr Gerät. Für Live-Musik sorgte unter anderem eine Truppe von Bläsern und Schlagwerkern, die auf Gepäckträgern und in sogenannten Faxis Popmelodien in ungewohntes akustisches Brass-Gewand kleideten.
Ziel der Veranstaltung war es, Menschen das Biken als stadtadäquates Fortbewegungsmittel näher zu bringen. Rund eineinhalb Stunden wurden für die innerstädtische Ringrundfahrt ohne Autolärm und mit grüner Welle veranschlagt. Die Ringstraße musste für die Initiative nicht gesperrt werden. Allerdings wurden die Radler von der Polizei begleitet, um die nötige Sicherheit zu gewährleisten. Die Radparade ist keine Wiener Erfindung, sondern folgt internationalen Vorbildern etwa in Berlin, Budapest oder New York.










