Kleinkind nach Zehn-Meter-Sturz in Wien unverletzt
Da waren offenbar alle Schutzengel versammelt: Ein eineinhalb Jahre altes Mädchen ist Mittwochnachmittag in der Adamsgasse in Wien-Landstraße aus einem Fenster zehn Meter in die Tiefe gestürzt und hat den Aufprall unverletzt überstanden.

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Die Kleine landete auf der Motorhaube eines Autos und rutschte von dort auf den Gehsteig. Das gab die Polizei am Donnerstag bekannt.
"Das Kind ist tatsächlich unverletzt, derzeit aber noch im Spital", sagte Polizeisprecherin Iris Seper unter Berufung auf die behandelnden Ärzte. Medizinische Betreuung brauchten allerdings die schwerst geschockten Eltern, die wie in solchen Fällen üblich wegen des Verdachts der Vernachlässigung der Aufsichtspflicht angezeigt werden.
Die kleine Eribe war auf eine Couch geklettert, die sich vor dem geöffneten Fenster befand, vermutet die Polizei. Die Eltern - sie haben noch einen älteren Buben - konnten vorerst noch nicht befragt werden. Sie sprechen kaum Deutsch. Das Auto, auf das das Mädchen nach Angaben einer Zeugin stürzte, blieb unbeschadet.
Laut KfV sind 2010 in Österreich 19 Mal Kinder aus dem Fenster gestürzt, drei von ihnen starben. Besonders gefährdet seien Kinder zwischen zwei und vier Jahren, da in diesem Alter die Schnelligkeit und Geschicklichkeit der Kinder stark zunimmt, von den Eltern aber oft unterschätzt werde, erläuterte das Kuratorium für Verkehrssicherheit. "Sind Kleinkinder im Haushalt, sollte das Fenster mit Fenstersperren versehen seien. Am besten geeignet sind Sperren, die bereits in den Fenstergriff integriert sind und mit einem Schlüssel zu öffnen sind", empfiehlt KfV-Direktor Othmar Thann.











