New Yorker Gefängnis finanziert sich durch Werbung
Ein findiger Gefängnisdirektor hat eine neue Geldquelle erschlossen. Kanzleien zahlen für Werbespots, die den Untersuchungshäftlingen gezeigt werden. So erreichen die Anwälte ihre "Kunden" direkt vor der Entscheidung, wen sie anrufen.

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Das Gegenteil von Free-TV: In den USA hat ein Gefängnis neue Wege der Finanzierung gefunden - durch Werbung. Den Untersuchungshäftlingen im Erie County Holding Center im Norden des Staates New York werden nach einem Bericht der "Buffalo News" vom Montag täglich Werbespots von Anwälten und Kautionsbüros auf einem Großbildschirm gezeigt. Adressaten sind die gerade Festgenommenen.
"Der Schlüssel zu guter Werbung ist es, den Verbraucher genau dann zu erreichen, wenn er seine Kaufentscheidung trifft", zitiert das Blatt Werbemacher Anthony N. Diina. "Was will einer, der gerade in eine Haftanstalt gebracht wurde? Er will wieder raus! Also wollen sie jemanden, der die Kaution stellt. Und einen Anwalt." Reklame an diesem Ort und zu diesem Zeitpunkt sei "die perfekte Art, jemanden einzufangen". Die Hälfte der Werbeplätze habe er schon verkauft, sagte Diina. Dem klammen Gefängnis winken ein Drittel der Einnahmen, die 15.000 Dollar (10.600 Euro) im Jahr erreichen könnten.










