Gastronomie für Sperrstunden-Ausdehnung in Wien

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Die Wirtschaftskammer-Sparte Gastronomie will mit der Stadt Wien über eine Ausdehnung der Sperrstunde bei Unterhaltungsbetrieben, zum Beispiel Tanzlokalen, von 4.00 auf 6.00 Uhr verhandeln: Darauf hat sich die Fachgruppe in einer Ausschusssitzung am Montagnachmittag geeinigt, berichtete Spartenobmann Willy Turecek im APA-Gespräch. Er hatte einen entsprechenden Antrag in der Sitzung eingebracht.
Dieser sei "nach längerer Diskussion" einstimmig beschlossen worden. Nun sollen Gespräche mit der Stadt und den Bezirken folgen. Bisher können bestimmte Lokale wie Bars bis längstens 4.00 Uhr offen halten, andere - darunter Kaffeehäuser oder Restaurants - müssen bereits früher schließen. Nun soll erwirkt werden, dass ein neuer Lokaltyp - laut Antrag eine neue "gastgewerbliche Betriebsart mit späterer Sperrstunde" - eingeführt wird, mit dem es möglich ist, erst um 6.00 Uhr seine Pforten zu schließen. Dadurch solle die "rechtliche Möglichkeit" gegeben werden, länger offen zu halten, erklärte Turecek. Die gewünschte Regelung würde ausschließlich Unterhaltungsbetriebe wie etwa Tanzlokale und Clubs betreffen.
Als Gründe für die Einführung des neuen Lokaltyps wurden im Antrag "Trends im Gästeverhalten" und "die aktuellen Ausgeh-Gewohnheiten junger Menschen" genannt. Junge Menschen würden heutzutage später ausgehen und dafür auch länger ausbleiben, verdeutlichte Turecek. Außerdem würde an Wochenenden auch die Nacht-U-Bahn - diese wurde im September 2010 eingeführt - rund um die Uhr fahren. Das sei ein zusätzlicher "Rückenwind" für sein Ansinnen.
Sollte es zu einer Einigung mit der Stadt kommen, müssten Betriebe, die dann länger offen halten wollen, dies beantragen und somit belegen, dass sie die damit verbundenen Voraussetzungen bzw. Auflagen erfüllen. So müssten die Betriebe über einen entsprechenden Schallschutz verfügen. Außerdem dürfen sie frühestens um 10.00 Uhr aufsperren.











