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    Zuletzt aktualisiert: 25.03.2011 um 18:08 UhrKommentare

    Langzeitzünder sind die gefährlichste Zünderart

    Die Bomben mit Langzeitzünder wurden unter die konventionellen Sprengbomben gemischt, um ein bombardiertes Gelände nachhaltig gefährlich zu halten. Eine Bergung dieser Bomben ist zumeist unmöglich.

    Foto © APA

    Langzeitzünder oder Verzögerungszünder sind bei englischen oder US-amerikanischen Fliegerbomben des Zweiten Weltkriegs die weitaus gefährlichste Zünderart, mit der die Experten des Entschärfungsdienstes konfrontiert werden. Diese Art funktioniert chemisch-mechanisch: der Schlagbolzen der Bombe, der die Zündung auslöst wird durch eine Packung von thermoplastischen Kunststoff gehalten. Beim Aufschlag wird ein kleines Behältnis mit zumeist Aceton zerbrochen, das den Kunststoff langsam auflöst und den Schlagbolzen freigibt. Durch die Stärke des thermoplastischen Kunststoffes - meist Zelluloseacetat - wird die Zeit der Verzögerung vorgegeben. Diese kann zwischen Minuten bis hin zu drei Tagen betragen.

    Nachhaltige Gefahr

    Die Bomben mit Langzeitzünder wurden unter die konventionellen Sprengbomben gemischt und abgeworfen, um ein bombardiertes Gelände einige Tage nachhaltig gefährlich zu halten. Da diese Sprengkörper jederzeit hochgehen konnten, wurden die Lösch-, Berge- und Aufräumungsarbeiten oft tagelang behindert bzw. waren für die Einsatzkräfte lebensgefährlich. Für die Einsatzkräfte damals wie heute ist nicht erkennbar, ob der Schlagbolzen noch gehalten wird oder schon ausgelöst wurde, der Sprengstoff aber nicht detonierte.

    Eine Bergung ist zumeist unmöglich, da jede Erschütterung den Schlagbolzen auslösen kann - der thermoplastische Kunststoff ist durch die lange Zeitdauer seit Kriegsende zumeist in schlechtem Zustand. Die einzige Lösung ist eine Sprengung am Fundort mit weitreichenden Evakuierungsmaßnahmen.

    In den Jahren 1944 und 1945 waren in Graz vor allem die Gleis- und Verschubanlagen, der Graz-Köflacher Bahnhof und der Hauptbahnhof Ziele der B-24 "Liberator"-Bomber der 15. US-Luftflotte, die von Süditalien aus operierte. Die Bahnanlagen und die umliegenden Industriebetriebe waren damals 24 Mal angegriffen worden. Zumeist wurden 250-Kilo-Sprengbomben, selten 500 Kilo-Bomben abgeworfen.


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