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Zuletzt aktualisiert: 22.03.2011 um 05:10 Uhr

Schock und Trauer in Villach nach Horror-Unfall

Am Tag nach dem verheerenden Unfall in Wernberg der vier Menschenleben kostete, sind Angehörige, Nachbarn und Klassenkollegen tief geschockt.

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Eine gespenstische Stille liegt an diesem sonnigen Frühlingstag über der Wohnanlage in Villach-St. Ruprecht. Durch den anliegenden Wald bahnt sich ein leichter Wind seinen Weg durch die orange- und gelbfarbenen Häuserblocks. Hausmeister Willibald Kavelar hat die schwarze Fahne aufgezogen. "Wir stehen unter Schock." Bei dem tragischen Verkehrsunfall am Sonntag verstarben vier seiner Nachbarn. Tanja D. (35), ihre Tochter Lisa-Marie D. (10) und deren Freundinnen Alexa P. (9) und Chiara P. (7). Und niemand weiß so recht, mit der Situation umzugehen.

"Sichere Autofahrerin"

"Was ist bei dem Unfall passiert?", fragt ein Kind seine Oma. Diese tut sich schwer, Worte zu finden. Auf der Terrasse nebenan drückt eine 40-jährige Frau aus, was sich in diesen Stunden viele denken. "Das ist wie ein Schlag ins Gesicht. Realisieren werden wir das wohl erst nach dem Begräbnis." Vor neun Jahren wurde die Wohnanlage fertiggestellt, seitdem kennt sie die Familie. "Wir haben uns gut verstanden und waren manchmal gemeinsam spazieren. Tanja hat alles für ihre Kinder gegeben." Sie glaubt, dass die Lenkerin vor dem Unfall abgelenkt wurde, denn "sie war eine sichere Autofahrerin".

Auf dem Balkon der Familie P. taucht der Opa der verstorbenen Kinder auf und blickt wie paralysiert ins Leere. "Es ist schwer und für uns alle nicht zu begreifen", sagt er mit Tränen in den Augen. "Mein aufrichtiges Beileid", ruft ihm eine Nachbarin zu, die von der Arbeit heimkommt.

Bei den Klassenkollegen von Chiara und Alexa in der Volksschule 8 in Landskron sind viele Tränen geflossen. "Wir versuchen, das gemeinsam aufzuarbeiten. Die Kinder müssen ihre Gefühle ausdrücken können - mit Zeichnungen, Briefen, Kerzen", sagt Direktor Bertram Lackner. Die lebensfrohen Mädchen haben ein riesiges Loch hinterlassen. In der Hauptschule 5, die Lisa-Marie besuchte, gibt es laut Direktorin Gabriele Nußbaumer auch in den nächsten Tagen ein psychologisches Krisenteam. "Wichtig ist, dass die Kinder in ihrer Trauer nicht allein sind. Und wahrscheinlich werden wir gemeinsam das Begräbnis besuchen."

WOLFGANG FERCHER

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Tanja und Lisa-Marie D.Foto © KK

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Chiara und Alexa P. Foto © KK

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