Japan betrauert 7.320 Erdbeben-Tote

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Nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan hat sich die Zahl der Toten weiter erhöht. Nach Polizeiangaben wurden nach der Katastrophe inzwischen 7.320 Leichen geborgen. 11.370 Menschen würden noch vermisst, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag berichtete.
Jeden Tag werden Hunderte Leichen in den Trümmern der zerstörten Siedlungen gefunden. Die Gemeinden in den japanischen Unglücksgebieten haben nach dem Erdbeben und Tsunami ein Problem mit den vielen Toten. Einem Bericht der Zeitung "Yomiuri" zufolge sind die Krematorien überfordert. In den betroffenen Provinzen werde nun überlegt, die Toten zu beerdigen, was in Japan sonst nicht üblich ist, weil es fast nur Feuerbestattungen gibt.
Der Bau von Baracken für die Überlebenden begann vielerorts mit Problemen. Weil Benzin und Diesel knapp seien, konnte Baumaterial nicht geliefert werden, berichtete die Agentur Kyodo.
In der besonders zerstörten Küstenstadt Rikuzentakata, die wie Kamaishi in der Präfektur Iwate liegt, begannen Helfer unterdessen mit der Errichtung von 200 Behelfswohnungen. Die 30 Quadratmeter großen Fertighäuser sollen auf einem Schulgelände aufgestellt werden. Sie seien als Unterkunft für je zwei bis drei Überlebende vorgesehen.
Während Retter fieberhaft versuchen, den Überlebenden zu helfen, kommt die Erde in Japan nicht zur Ruhe. Dem Erdbeben mit der Stärke 9,0 vom vergangenen Freitag sind so viele Nachbeben gefolgt wie nie zuvor. 262 Mal habe die Erde in der Woche danach mit der Stärke 5 oder mehr gebebt, teilte das Meteorologische Institut in Japan am Freitag nach Angaben von Kyodo mit.
Der Technikglaube der Japaner ist trotz Erdbeben und Tsunami unerschütterlich. In Tokio haben Bauarbeiter den neuen Fernsehturm der Hauptstadt auf 634 Meter aufgestockt - und damit die endgültige Höhe erreicht. Für einen Fernsehturm ist das ein neuer Weltrekord. Nur mit dem Burdsch Chalifa Hochhaus in Dubai gibt es mit 828 Metern ein noch höheres Gebäude.











