Unbeirrbarer Stalker muss 15 Monate hinter Gitter
Ein 46-jähriger Oberösterreicher ist am Donnerstag im Landesgericht Ried im Innkreis wegen Stalkings, Sachbeschädigung und versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt zu neun Monaten unbedingter Haft verurteilt worden. Eine alte Bewährungsstrafe von sechs Monaten wurde widerrufen. Der Mann muss somit für 15 Monate hinter Gitter. Die Verteidigung meldete volle Berufung an.
Der Mann hatte eine Innviertler Lokalbetreiberin mit ständigen Anrufen belästigt und wirre Briefe mit Fotos von ihr an verschiedene Unternehmen in der Umgebung geschickt. Dafür hatte er bereits 2009 sechs Monate bedingt kassiert. Er blieb unbelehrbar und bekam im Oktober 2010 erneut neun Monate bedingt.
Im Jänner 2011 versuchte er erneut, Kontakt mit der Frau aufzunehmen. Der Beschuldigte ging in eines ihrer Lokale, wurde aber hinauskomplimentiert. Vier Tage später kehrte er mit einer Schneestange zurück und demolierte die Eingangstüre. Ein Kellner wehrte den Mann mit einem Barhocker ab. Wenig später wurde der 46-Jährige festgenommen.
Wieso er die Wirtin als Opfer auserkoren hat, ist völlig unklar. In einem der vorangegangenen Prozesse hatte ihm ein Gutachter eine kombinierte Persönlichkeitsstörung attestiert, er sei aber zurechnungsfähig. Der Bewährungshelfer des Angeklagten sagte vor Gericht, sein Klient brauche dringend psychologische Hilfe.











