Schlag gegen 'Ndrangheta in der Lombardei
Der italienischen Polizei ist erneut ein Schlag gegen die 'Ndrangheta gelungen. 35 mutmaßliche Mitglieder der kalabresischen Mafia wurden am Montag in der Lombardei festgenommen. Ihnen wird Erpressung sowie die illegale Entsorgung von Giftmüll und Drogenhandel vorgeworfen. Die Polizei beschlagnahmte 'Ndrangheta-Besitztümer im Wert von zwei Millionen Euro.
Die Anti-Mafia-Behörde warnte vergangene Woche vor dem immer tieferen Eindringen der 'Ndrangheta, der Mafia in der süditalienischen Region Kalabrien, in das norditalienische Wirtschaftssystem. Laut einem Dossier der nationalen Antimafia-Behörde DNA ist die Lombardei nach Kalabrien jene Region, in der diese mafiöse Organisation am stärksten verbreitet ist. Die 'Ndrangheta habe ihr in Kalabrien verankertes Organisationssystem in der Lombardei nachgebildet. Die Lombardei sei Opfer einer wahren "Kolonialisierung" seitens der Clans, die die illegalen Geschäfte kontrollieren und von den Bossen in der Heimatregion Kalabrien in ihren strategischen Beschlüssen unabhängig seien.










