Bald striktes Rauchverbot
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner sagt ungeschminkt: "Die Übergangsregelung beim Tabakgesetz in Österreich war ein Fehler."

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Umdenken beim verpfuschten Tabakgesetz auf höchster Ebene. Erstmals bekannte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner ein, dass das Tabakgesetz in der derzeitigen Form in Österreich gründlich daneben gegangen sei. "Diese Übergangsregelung war ein Fehler, man hätte sofort ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie einführen sollen. Eine ganze Lösung ist immer besser als eine Halbe", sagte der Minister, der die Gastronomie und Hotellerie vertritt, am Rande der Internationalen Tourismusbörse (ITB).
Klare Worte, die man vom Gesundheitsminister bisher vermisst hat. Obwohl durch die liberale Lösung in Österreich "kein wirklicher Vorteil für die Gastronomie ersichtlich ist", wolle man an der sozialpartnerschaftlichen Einigung vorerst festhalten. Immerhin habe die Gastronomie viele Millionen investiert, um die Räumlichkeiten in Raucher- und Nichtraucherzonen zu teilen."
"Wir warten, was die EU verordnen wird. Ich bin sicher, dass sehr bald ein generelles Rauchverbot über den Arbeitnehmerschutz kommen wird." Die gesellschaftliche Entwicklung gehe eindeutig in Richtung Rauchverbot, es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Raucher auch in Österreich geschlossen vor die Türe gehen würden. "Italiener und Bayern haben es uns vorgemacht. Der Druck wird auch bei uns kommen", sagt der Wirtschaftsminister. Über einen politischen Vorstoß traut sich der VP-Minister nicht drüber. Ist es doch vor allem die ÖVP, die die Raucher nicht vergraulen möchte. Kritik kommt auch von der Chefin der Österreich Werbung, Petra Stolba. Sie findet die österreichische Lösung - 90 Prozent der Lokale unter 50 Quadratmeter sind Raucherlokale, alle anderen müssen geteilt werden - für ein Tourismusland verheerend. "Gäste, vorwiegend aus den USA, Italien und England, sind entsetzt über die verrauchten Lokale", so Stolba.











