Haiti feiert Karneval zwischen Erdbeben-Trümmern

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Erstmals nach dem verheerenden Erdbeben im vergangenen Jahr haben die Haitianer am Sonntag wieder Karneval gefeiert. Gleichwohl fiel die Beteiligung an dem Umzug unter dem Motto "Das Leben feiern" durch die noch immer von Zerstörung gezeichnete Hauptstadt Port-au-Prince deutlich geringer aus als in den vorangegangenen Jahren.
Wegen der Trümmer des Erdbebens vom 12. Jänner 2010, bei dem 220.000 Menschen ums Leben gekommen waren, musste der Festumzug von seiner traditionellen Route abweichen. Seinen Abschluss fand er am Marsfeld, das zum Zeltlager für die Obdachlosen des Bebens geworden ist. "Menschen leben noch immer in Zelten, Menschen sind in Not", sagte eine Einwohnerin mit Blick auf die zahlreichen noch immer in Notunterkünften lebenden Einwohner der Stadt. "Es ist nicht wirklich eine gute Zeit für Karneval."
Im Vergleich zu früheren Jahren habe man diesmal nur über etwa 20 Prozent der Mittel für die Feierlichkeiten verfügt, sagte der Karnevalskoordinator der Stadt Port-au-Prince, Herve Saint-Preux. Trotz der Probleme, denen das Land gegenüber stehe, hätten die Behörden aber den Eindruck gehabt, dass es wichtig gewesen sei, das jährliche Fest fortzuführen, sagte er. "Die Menschen wollen Karneval und wenn wir es nicht unterstützen, machen sie es eben selbst", sagte Saint-Preux.











