Regierung Berlusconi rettet sizilianische Industriestätte
Die Regierung Berlusconi setzt sich für die Rettung des Fiat-Produktionswerks im sizilianischen Termini Imerese ein, dessen Schließung in Italien für heftigen Streit gesorgt hatte.

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Industrieminister Paolo Romani, Fiat und die Gewerkschaften haben ein Abkommen beschlossen, mit dem das Werk an sieben Unternehmen verkauft werden soll, die insgesamt 650 Mio. Euro für die Entwicklung der Industrie in der Gegend investieren werden.
Jobs erhalten, Jobs schaffen
Weitere 450 Mio. Euro sollen von der Regierung und der Region Sizilien für einen Neubeginn als Industriestätte zur Verfügung gestellt werden. Nicht nur die 1.500 Jobs, die im Zuge des Fiat-Rückzugs aus Sizilien gestrichen werden, sollen damit gerettet, sondern auch neue Arbeitsplätze geschafft werden.
Sieben Projekte wurden von der Regierung Berlusconi gewählt, um für das Werk Termini Imerese die Zukunft zu sichern. Der Autoproduzent De Tomaso soll einen Teil des Fiat-Werks übernehmen und dort Luxusautos produzieren.
In Termini Imerese will auch der italienische Investmentfonds Cape, der mit der indischen Gruppe Reva verbündet ist, im Bereich elektrische Autos investieren. In der Gegend sollen sich auch die auf Fotovoltaik-Anlagen spezialisierte italienische Gesellschaft Ciccolella und das Filmproduktionsunternehmen Med Studios niederlassen.
Neubeginn für Termini Imerese
"Eine neue Phase beginnt für Termini Imerese. Wir hatten ein gravierendes Problem im Bereich Beschäftigung zu bewältigen und haben mit Entschlossenheit die Bedingungen für den Neubeginn einer der wichtigsten Industriestätten in Süditalien geschaffen", kommentierte Industrieminister Romani.
Fiats Beschluss, per Ende 2011 das Produktionswerk von Termini Imerese zu sperren, das circa 1.500 Personen direkt und weitere 2.200 in der Zuliefererindustrie beschäftigt, hatte helle Kritik in Italien ausgelöst. In dem Werk wird zurzeit noch das Fiat-Modell Lancia Y hergestellt.
Trotz der Appelle der Regierung Berlusconi hielt Fiat-Chef Sergio Marchionne an seinen Plänen fest. "Die Bedingungen für die Fortsetzung der Autoproduktion in Termini Imerese sind nicht mehr vorhanden. Wir können uns keine Fabrik mehr erlauben, die seit zu vielen Jahren Verluste schreibt. Die Produktion eines Autos in Termini Imerese kostet uns bis zu 1.000 Euro mehr als in einem anderen Werk. Je mehr Autos wir dort produzieren, desto mehr Geld verlieren wir", sagte Marchionne kürzlich.











