Berlusconi wollte Sex-Affäre vertuschen

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Italiens Ministerpräsident Berlusconi hat offenbar die Sex-Affäre um das damals minderjährige Callgirl Karima El Mahroug alias Ruby zu vertuschen versucht. In Missbrauch seines Amts habe Berlusconi daher die Freilassung der Marokkanerin erwirkt, die wegen mutmaßlichen Diebstahls in Polizeigewahrsam war, begründete die Richterin ihre Entscheidung zu einem beschleunigten Gerichtsverfahren.
Berlusconi habe "eindeutig zum Ziel gehabt, das Vergehen des bezahlten Geschlechtsverkehrs mit einer Minderjährigen zu vertuschen und wollte sich seine Straffreiheit sichern, die durch die junge und unerfahrene Karima El Mahroug in Gefahr hätte gebracht werden können", so die Richterin.
Der erste Prozesstag gegen den italienischen Regierungschef ist für den 6. April vorgesehen. Die Staatsanwaltschaft wirft Berlusconi vor, bei ausschweifenden Partys zwischen Februar und Mai 2010 die damals minderjährige Ruby für Sex bezahlt zu haben. Berlusconi soll zudem sein Amt missbraucht haben, um Rubys Freilassung zu erwirken, als diese wegen Diebstahlverdachts in Polizeigewahrsam war. Der Regierungschef weist die Vorwürfe zurück.











