Fund der Similaunmumie Ötzi jährt sich zum 20. Mal

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20 Jahre nach dem Fund der weltbekannten Gletschermumie "Ötzi" am 19. September 1991 hat die Wissenschaft viele Rätsel rund um den Eismann bereits gelöst. Doch nach wie vor sind viele Fragen offen. "Macht man eine Tür auf, hat man dahinter fünf weitere Fenster, die verschlossen sind", erklärte der Konservierungsbeauftragte am Südtiroler Archäologiemuseum, Eduard Egarter Vigl, im APA-Gespräch.
Seit dem Fund der über 5.000 Jahre alten Mumie am Similaungletscher in den Ötztaler Alpen hat eine Vielzahl von Forschern Hand an den Mann aus der Kupferzeit gelegt. Die besondere Aufmerksamkei verdankt er der Tatsache, dass Feuchtmumien sehr selten sind und derart gut konserviert für die Wissenschaft ein wahres Juwel darstellen. Ötzi lieferte und liefert nach wie vor Material für zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungsfelder.
Und noch immer finden Forscher weitere Details heraus: Beispielsweise habe die Entschlüsselung des Erbgutes zutage gebracht, dass die Augenfarbe der Gletscherleiche braun und nicht - wie bisher angenommen - blau gewesen sein dürfte.
Der Experte steht nach wie vor zu der "Pfeilspitzenhypothese", wonach der Mann in kürzester Zeit an einer Pfeilwunde in seiner Schulter verstorben ist. Er sei aber mittlerweile "wesentlich zurückhaltender", wenn es darum gehe zu bestimmen, wo, wann und unter welchen Umständen der gewaltsam Tod herbeigeführt worden sei.
Ötzi war zu Lebzeiten etwa 1,60 Meter groß, hatte Schuhgröße 38 und wog rund 50 Kilogramm - Durchschnittsmaße für die Kupferzeit. Der Mann aus dem Eis starb im Alter von etwa 45 Jahren, was damals bereits dem Greisenalter entsprach. Rätsel gibt den Forschern noch die Frage auf, warum er getötet wurde und weshalb er im Hochgebirge unterwegs war. Der Steinzeitgreis soll jedenfalls auf der Flucht gewesen sein.











