Spendenfreudigkeit der Österreicher wieder größer

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Die Spendenfreudigkeit der Österreicher wird - einhergehend mit der Erholung der Wirtschaft - wieder größer. Vor allem der Anteil der regelmäßigen Spender nimmt zu. Das ergab eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "market". Insgesamt 74 Prozent der befragten 1.000 Personen gaben an, zumindest fallweise Geld für wohltätige Zwecke zu geben.
21 Prozent der im November und Dezember des Vorjahres repräsentativ für die Gesamtbevölkerung über 15 Befragten spenden sogar regelmäßig - ihr Anteil ist im Vergleich mit einer ähnlichen Umfrage im Jahr 2009 um fünf Prozentpunkte gestiegen. Nur 26 Prozent verweigern grundsätzlich milde Gaben - ein Rückgang um einen Prozentpunkt.
Für zwei Drittel der Spender ist das Mitgefühl - "einfach weil es Menschen gibt, die Hilfe brauchen" - Hauptmotivation. Jeder Zweite fühlt sich auch solidarisch mit Armen und Schwachen. 35 Prozent begründen ihre Freigebigkeit mit "weil ich es mir leisten kann" - das bedeutet eine Zunahme um neun Prozentpunkte und ist ein Hinweis auf die verbesserte Wirtschaftslage. 23 Prozent beruhigen mit Spenden auch ihr Gewissen.
70 Prozent der Spender - und damit um sechs Prozentpunkte mehr - erklärten in der Umfrage "Ich sehe mir immer genau an, wofür ich spende". Die Meinungsforscher leiten daraus ab: "Die Spendenorganisationen tun gut daran, Transparenz bei der Verwendung der Spenden zu zeigen und für einen fleckenlosen Ruf zu sorgen." Den stärksten Effekt haben - von 61 Prozent genannt - nach Ansicht der Befragten Spendenaufrufe im Fernsehen. 43 Prozent halten die Übertragung von wohltätigen Events im Fernsehen für effizient - eine Zunahme um elf Prozentpunkte. 51 Prozent erachten Haussammlungen für wirksam. Straßensammlungen halten nunmehr 14 Prozent für wirksam, um vier Prozentpunkte weniger als vor zwei Jahren.











