Nummern für alle Fälle
Die Polizei hat eine Charme-Offensive für den eingeschlafenen Euronotruf 112 gestartet. Über 140.000 Notrufe gehen pro Jahr bei der Kärntner Polizei ein.

Foto © KLZ/WeichselbraunAlle zwei Minuten geht in der Notrufzentrale der Kärntner Polizei in der Buchengasse in Klagenfurt ein Notruf ein
Polizei-Notruf, Grüß Gott!": Durchschnittlich alle zwei Minuten läutet in der Notrufzentrale der Kärntner Polizei das Telefon. Das sind 140.000 Notrufe pro Jahr. Sie gehen über die Nummern 112 und 133 ein. Die Polizei will jetzt den 1991 installierten Euronotruf 112 "aus seinem Dornröschenschlaf wecken" (Innenministerin Maria Fekter). Die Nummer hat nämlich viel mehr Vorteile: 112 ist europaweit einheitlich und kann von jedem Telefon aus gewählt werden - auch mit einem Handy ohne Netzvertrag, ohne Gutachten, ohne SIM-Karte. 112 funktioniert auch, wenn man keinen Empfang hat! Wählt man den Euronotruf, erreicht man eine Leitstelle (in Österreich die Polizei). Jeder Anrufer wird dabei automatisch mit der nächsten Polizeidienststelle (in Klagenfurt Stadtleitzentrale, sonst Bezirksleitzentralen) verbunden.
Nicht alle Anrufer befinden sich auch wirklich in einer Notlage. "Leider gibt es Scherz-Anrufe. Oft werden wir auch einfach nur beschimpft", sagen die in der Landesleitzentrale diensthabenden Inspektoren Manfred Berger und Robert Leitner. Ein großer Teil der Notrufe ist auf Fehlbedienung zurückzuführen. "Etwa von Kindern oder älteren Menschen, die die Notrufnummer beim Handy testen", sagt Georg Wakonig, der Chef der Polizei-Notrufzentrale. Sein Appell: Solche Anrufe können Leben gefährden! Neben den Notruf-Nummern ist die Polizei auch unter der Servicenummer 0 59 133 zu erreichen.











