Schlag gegen internationalen Drogenring in Kärnten

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Der Kärntner Polizei ist ein Schlag gegen einen international agierenden Drogenring gelungen. Sie ist einer 33 Jahre alten Spanierin auf die Spur gekommen, die in den vergangenen Monaten in Ihrem Körper rund zwei Kilogramm Kokain von Madrid nach Österreich geschmuggelt haben soll. Die Frau sitzt ebenso wie ihr Kärntner Großabnehmer - ein 34 Jahre alter Schlosser - in der Justizanstalt Klagenfurt.
"Im Hintergrund steht mit Sicherheit eine international agierende Tätergruppe", erklärte Gottlieb Türk, Leiter des Landeskriminalamtes (LKA). In den vergangenen Jahren sei verstärkt der Schmuggel von Kokain durch "Bodypacker" aus Mittel- und Südamerika zu verzeichnen gewesen. Erst im Vorjahr waren drei Kärntner aufgeflogen, die Kokain in großen Mengen aus Kolumbien und Brasilien nach Kärnten gebracht hatten.
Die Spanierin wurde zum Zeitpunkt ihrer Festnahme mit 91 "Kokainballs" in ihrem Körper erwischt. Bei einem Gewicht von zehn Gramm pro Bällchen hatte die Frau also 910 Gramm Kokain verschluckt. Neben Österreich soll die Frau auch Drogen nach London geschmuggelt haben. "Sie ist eine von vielen Bodypackern", meinte Türk.
Der Kärntner Komplize hat nach Polizeiermittlungen seit Jänner 2009 rund drei Kilogramm Kokain auf den heimischen Markt gebracht. Nach dem gängigen Marktpreis stellt diese Menge einen Gegenwert von etwa 300.000 Euro dar. "Im Zuge der Ermittlungen sind wir auf 50 Abnehmer aus allen Gesellschaftsschichten - darunter auch die Kärntner Schickeria - gestoßen", sagte Türk.
Bei einem der Abnehmer fand die Polizei auch eine Cannabis-Indoorplantage mit 50 Pflanzen. Zudem wurden 1,5 Kilogramm rauchfertiges Marihuana und grüne Cannabispflanzen sichergestellt.










