Naturhistorisches Museum: Besucherplus, wenig Platz

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Kein Licht ohne Schatten: Im Naturhistorischen Museum (NHM) Wien freut man sich einerseits über ein stark gestiegenes Besucheraufkommen, andererseits platzt das ehrwürdige Haus am Ring bald aus allen Nähten, wie Generaldirektor Christian Köberl und Vizedirektor Herbert Kritscher am Dienstag in Wien erklärten. Daher wünscht man sich eine Unterkellerung des Maria-Theresien-Platzes.
Von 2009 auf 2010 sind die Besucherzahlen des NHM von rund 390.000 auf 528.000 gestiegen, berichtete Kritscher. Zurückzuführen sei dieser Zuwachs nicht zuletzt auf den 2010 für die Bundesmuseen eingeführten freien Eintritt für Kinder und Jugendliche. Nun versuche man, an allen Ecken und Enden mehr Platz zu schaffen, sagte Köberl. Unter anderem werden die zu klein gewordenen Garderoben neu gestaltet.
Raum gewonnen hat das Museum auch durch die Entfernung der erst unter Köberls Vorgänger Bernd Lötsch eingerichteten Aquarien. Köberl musste dafür auch Kritik einstecken. Er verteidigte die Entscheidung einerseits mit wirtschaftlichen Argumenten, die Erhaltung hätte "mehrere 100.000 Euro pro Jahr" gekostet. Auch gehöre das Zeigen von lebenden Tieren nicht zu den Kernaufgaben eines Museums, dafür gebe es andere, geeignetere Einrichtungen. In den freigewordenen Räumen soll nun ein moderner Museums-Shop entstehen, der auch von außen zugänglich sein wird.
Sehr wohl als Kernaufgabe sieht Köberl den Bildungsauftrag, also die Vermittlung von Wissenschaft in leicht verständlicher Weise. Dazu kündigte der Generaldirektor für die kommenden Jahre die Renovierung des Dinosauriersaals und eine neue Dauerausstellung über Entstehung und Entwicklung des Menschen in den Sälen 14 und 15 an.
Von den Finanzen des NHM wusste Kritscher Positives zu berichten. So konnte man 2010 entgegen ursprünglicher Befürchtungen einen Gewinn von rund 400.000 Euro einfahren. Dies sei auf das gesteigerte Besucheraufkommen einerseits und auf ein Sparprogramm innerhalb des Hauses zurückzuführen.










