Zahlreiche Brände bei chinesischem Neujahrsfest
Das Feuerwerk zum chinesischen Neujahrsfest hat in diesem Jahr deutlich mehr Brände verursacht als im Vorjahr. Neun Tote und einige hundert Verletzte zählten die Behörden zum Beginn des Hasenjahres. Doch dürfte die Zahl der Opfer deutlich höher liegen. Fast 6.000 Feuer wurden landesweit allein in den 32 Stunden um den Neujahrsabend registriert - tausende mehr als im Vorjahreszeitraum.
Das geht aus Erhebungen des Polizeiministeriums herbor, über die am Montag die Tageszeitung "China Daily" berichtete. In Peking gab es in dem Zeitraum fast doppelt so viele Brände wie im Vorjahr. Zwei Männer kamen in der Hauptstadt ums Leben, als sie qualitativ minderwertiges Feuerwerk entzündeten. 223 Menschen wurden verletzt. Für die insgesamt zweiwöchigen Feiern zum Neujahrsfest stand allein in Peking 14 Prozent mehr Feuerwerk zum Verkauf als im Vorjahr. Trockenes Wetter könnte im Norden und Osten Chinas zum Ausbruch von Feuern beigetragen haben, berichteten Staatsmedien.
Kracher und Raketen waren vermutlich auch die Ursache eines Waldbrandes im Kreis Chun'an in der ostchinesischen Provinz Zhejiang. Sechs Bewohner des Dorfes Fulin kamen beim Kampf gegen die Flammen ums Leben, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. In Shanghai wurde ein Mann von einem Feuerwerk getötet, das er gerade selbst angezündet hatte. In der Stadt Shenyang brannte ein Fünf-Sterne-Hotel aus, nachdem Böller eine Außenwand in Brand gesetzt hatten.
Viele Städte, darunter auch Peking, hatten Feuerwerkw in den 90er Jahren aus Sicherheitsgründen verboten. Doch waren die Verbote in der Bevölkerung sehr unbeliebt. In der Hauptstadt wurden Kracher und Böller erstmals 2006 wieder erlaubt. Die offiziellen Neujahrsferien gehen an diesem Dienstag zu Ende, doch dauern die Feiern mit Feuerwerk noch eine weitere Woche an.











