Tote bei Explosion in rumänischem Kohlebergwerk
In Rumänien sind bei einer Explosion in einem Kohlebergwerk am Samstag fünf Menschen ums Leben gekommen. "Niemand hat überlebt, es gibt fünf Tote", sagte eine Sprecherin der staatlichen Bergbaugesellschaft, Oana Stoicuta. Bei den Opfern handelt es sich um vier Elektriker und einen Ingenieur, die in einen 400 Meter tiefen Stollen im Bergwerk von Uricani gegangen sind, um die Elektrik zu reparieren.
Nach Angaben der Sprecherin hatten die Arbeiter um 14.30 Uhr (Ortszeit, 13.30 Uhr MEZ) mitgeteilt, dass sie fertig seien, zehn Minuten später sei jedoch an einem Belüftungsschacht ein Rauchgeruch bemerkt worden. "Dadurch haben wir gemerkt, dass es einen Unfall gegeben hat." Als um 17.00 Uhr Rettungskräfte im Stollen ankamen, waren die Männer bereits tot. Am Abend ereignete sich eine zweite Explosion in dem Stollen, wie die Sprecherin mitteilte. Es sei aber niemand verletzt worden, sagte Stoicuta. Die 15 Rettungskräfte seien zum Zeitpunkt der zweiten Explosion bereits wieder an der Erdoberfläche gewesen. Auch die Leichen seien bereits geborgen gewesen.
Der Bürgermeister von Uricani, Dan Buhaescu, sprach laut der Nachrichtenagentur Mediafax von einer "Tragödie". Innenminister Traian Igas sagte, es sei noch zu früh, um etwas zur Unglücksursache zu sagen. Ermittlungen seien eingeleitet worden.
Die Mine von Uricani liegt im Jiu-Tal im Südwesten Rumäniens, der wichtigsten Bergbauregion des Landes. Die Mine von Uricani soll nach einem von der Weltbank überwachten Restrukturierungsplan 2018 geschlossen werden, wie ein Vertreter des rumänischen Wirtschaftsministeriums am Samstag sagte. Gewerkschaften in Rumänien klagen immer wieder über mangelnde Sicherheitsvorkehrungen in den Kohlebergwerken des südosteuropäischen EU-Staates.










