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Zuletzt aktualisiert: 01.02.2011 um 16:52 UhrKommentare

"Dieser Sturm ist lebensgefährlich"

Meteorologen warnen vor dem gigantischen Schneesturm, der sich über Chicago und dem Mittleren Westen der USA zusammenbraut. Vor Reisen in der Gegend wird ausdrücklich gewarnt, 100 Millionen Menschen könnten betroffen sein.

Foto © AP

Die Millionenmetropole Chicago und der Mittlere Westen der USA haben am Dienstag letzte Vorbereitungen für einen lebensbedrohlichen Monster-Blizzard getroffen. Das Unwetter soll große Schneemassen bringen. "Mutter Natur lässt den Hammer niedergehen", warnte der Nationale US-Wetterdienst. Dieser Sturm könnte sich leicht zum schlimmsten der Saison entwickeln.

In Oklahoma schneite es am Morgen (Ortszeit) bereits heftig, weiter südlich gab es unterdessen Regen, Graupel und Gewitter. In Missouri wurden 600 Nationalgardisten mobilisiert. "Die Leute sollen die Luken dicht machen und durchhalten", sagte Gouverneur Jay Nixon. In Oklahoma wurde vorsorglich der Notstand ausgerufen. "Reisen Sie nicht! Bleiben Sie drinnen!", warnte der Nationale Wetterdienst eindringlich. "Dieser Sturm ist lebensgefährlich."

"Leben nicht aufs Spiel setzen"

Zuvor waren Wintersturm-Warnungen für zwei Dutzend Bundesstaaten von New Mexico im Südwesten der USA bis Vermont an der Ostküste herausgegeben worden. Alles in allem könnte der zerstörerische Sturm, der seinen Höhepunkt am Mittwoch erreichen soll, 100 Millionen Menschen betreffen, meldete der US-Internetdienst "Weather.com" weiter. Über den Michigan-See, an dem Chicago liegt, könnten Stürme mit rund 100 Stundenkilometern fegen. Bis zu acht Meter hohe Wellen könnten dann ans Ufer donnern.

Meteorologen riefen auch die Menschen im Großraum Chicago dringend auf, nicht zu reisen. "Überlegen Sie, ob es das wirklich wert ist, Ihr Leben aufs Spiel zu setzen", mahnte der Wetterdienst. Der Schneefall werde mitunter so intensiv sein, dass Räumtrupps nicht einmal Hauptverkehrsadern und Autobahnen freihalten könnten. Selbst vor dem Schneeschaufeln warnten die Experten. Weil der Schnee sehr schwer sei, könnte es "ein sehr schweres und potenziell tödliches" Unterfangen werden.

Angetrieben wird die Schneefront von einem massiven Sturmsystem, das sich von den Rocky Mountains bis zur Atlantikküste erstreckt. Die Katastrophenschutzbehörde Fema hatte bereits vor dem Schlimmsten gewarnt. "Ein Sturm dieser Größe muss ernst genommen werden", sagte ihr Chef Craig Fugate. Anders als bei den Schneestürmen des bisherigen Winters sollen die Großstädte im Osten der Vereinigten Staaten diesmal glimpflich davon kommen.


Fakten

Wegen des massiven Schnee- und Eissturms sind am Dienstag in den USA mehr als 4.400 Flüge gestrichen worden. Für Mittwoch wurden vorsorglich bereits mehr als 2.400 Verbindungen abgesagt. Das Unwetter soll weiter in Richtung Nordosten ziehen. Dort dürfte es auf Flughäfen etwa in New York und Boston zu weiteren Flugausfällen kommen.

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