2011 ist das "Jahr der Chemie"
Die Vereinten Nationen haben 2011 zum "Internationalen Jahr der Chemie" erklärt. Unter dem Motto "Chemie - unser Leben, unsere Zukunft" soll an die Errungenschaften der Chemie erinnert und das Interesse junger Menschen an dem Fach gesteigert werden.

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In Österreich wird das "Jahr der Chemie" am Donnerstag von Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (V) in Wien eröffnet. Mit dem UN-Jahr soll auch an zwei Jubiläen erinnert werden: 2011 jährt sich zum 100. Mal die Verleihung des Chemie-Nobelpreises an Marie Curie, die 1911 als erste Frau in diesem Fachgebiet die Auszeichnung für bahnbrechende Erkenntnisse über die Radioaktivität erhielt. Im selben Jahr wurde der "Internationale Verband der chemischen Gesellschaften" (IACS) gegründet.
Internationale Eröffnung in Paris
Bei der internationalen Eröffnung des "Jahrs der Chemie" vergangene Woche in Paris verwies Unesco-Generaldirektorin Irina Bokowa nicht nur auf die guten Seiten der Chemie, man wolle "auch ihre gefährlichen und giftigen Aspekte berücksichtigen". "Entwicklungsländer sollten nicht die selben Fehler machen wie Europa und Amerika und chemische Produkte in der Landwirtschaft einsetzen." Die Vereinten Nationen wollen zudem einen Schwerpunkt auf "grüne Chemie" legen und herausstellen, was sie positiv zur Debatte um den Klimawandel und zum Umweltschutz beitragen kann. "Solarenergie und Biokraftstoffe sind auch zum Teil Chemie", sagte Bokowa.
In Österreich werden sich die öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten auf die "Woche der Chemie" von 1. bis 10. Oktober konzentrieren. Nach derartigen Veranstaltungen in den Jahren 2004 und 2006 soll dabei wieder "bei österreichweiten Aktionen und Veranstaltungen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Chemie als wichtigen Wirtschafts- und Wissenschaftszweig" gelenkt werden, wie es seitens der Gesellschaft Österreichischer Chemiker (GÖCH) heißt. Ein Programm für diese Woche steht noch nicht fest.











