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Zuletzt aktualisiert: 01.02.2011 um 14:56 UhrKommentare

Tausende Australier vor Wirbelsturm auf der Flucht

Wegen eines Wirbelsturms mit Windgeschwindigkeiten bis zu 280 Kilometer pro Stunde sind im Nordosten Australiens Tausende Menschen in Sicherheit gebracht worden.

Foto © APA

Meteorologen befürchten, der Zyklon "Yasi" könnte eine ähnliche Wucht wie der Hurrikan "Katrina" haben, der 2005 an der US-Golfküste ganze Ortschaften verwüstete.

Wieder Queensland im Visier

Im Staat Queensland, der erst kürzlich schwere Überschwemmungen erlebte, wurden am Dienstag wieder Bergwerke, Bahnverbindungen und Kohlehäfen geschlossen. Nach offiziellen Angaben ist ein Drittel der Zuckerernte bedroht. "Yasi" könnte ab Mittwoch auch Hunderte Kilometer landeinwärts Zerstörungen anrichten.

"Dieses Unwetter ist riesig und lebensbedrohlich", sagte die Ministerpräsidentin von Queensland, Anna Bligh. Auf dem voraussichtlichen Weg des Unwetters leben nach Schätzungen etwa 400.000 Menschen. Betroffen sind auch die Städte Cairns, Townsville und Mackay, die von Touristen oft als Ausgangspunkt für Ausflüge ins Great Barrier Reef genutzt werden. In Cairns half die Armee, Krankenhäuser zu evakuieren. Fluggesellschaften flogen Einwohner und Touristen mit Sonderflügen aus. Die Polizei hat das Recht, Menschen auch gegen ihren Willen aus der Gefahrenzone in Sicherheit zu bringen.

Kohleindustrie leidet

Regierungschefin Bligh äußerte die Hoffnung, dass das Unwetter weiter nördlich als zunächst erwartet auf die Küste treffen könnte. So würden die vom Hochwasser bereits betroffenen Gebiete verschont bleiben.

Die für Queensland wichtige Kohleindustrie ist von dem Unwetter erneut betroffen. Der Bergbaukonzern Rio Tinto schloss wegen des Sturms sein Bergwerk Hail Creek. Die meisten Kohlegruben befinden sich im Landesinnern. Viele müssen noch immer das Wasser vom Jänner abpumpen. Die Branche geht nach eigenem Bekunden davon aus, dass sich der Betrieb selbst ohne "Yasi" erst im März normalisieren wird.


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