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Zuletzt aktualisiert: 31.01.2011 um 11:03 UhrKommentare

Zyklon "Yasi" bedroht Australiens Ostküste

Foto © APA

Dauerregen, Hochwasser, Stürme: Australien kommt aus meteorologischer Sicht einfach nicht zur Ruhe. Zyklon "Anthony" hat am Montag die australischen Hochwassergebiete zwar weitgehend verschont, doch schon braut sich über dem Pazifik neues Unheil zusammen. Laut Wetterdienst UBIMET könnte schon bald Zyklon "Yasi" die Küste von Queensland erreichen. Der Region drohen Stürme mit bis zu 170 km/h.

Den Wetterexperten zufolge zeichnen sich zwei kritische Ereignisse ab: Ab Wochenmitte bringt ein kleinräumiges Tief teils kräftigen, gewittrigen Regen im Einzugsgebiet des Murray an der Grenze von New South Wales und Victoria. Das könnte den Rückgang der Pegelstände am Murray und seinen Nebenflüssen stark verzögern.

Noch gefährlicher sieht es an der Küste von Queensland aus. "Yasi" wird voraussichtlich am Mittwoch auf die Küste von Queensland treffen. Auf seinem Weg findet der Zyklon ideale Entwicklungsbedingungen in Form von Wassertemperaturen bis 29 Grad vor. Nach den derzeitigen Modellberechnungen wird der Zyklon mit Mittelwinden um 100 km/h und Spitzenwinden bis 170 km/h zwischen den Städten Mackay und Townsville auf Land treffen - und dabei von heftigem Gewitterregen begleitet sein.

Besonders kritisch ist laut UBIMET-Außenstelle Melbourne die Situation etwas südlich des Zyklon-Kerns, da dort der Wind vom Meer kommend auf die Küste peitscht und die Wellen landeinwärts treibt. "Wo genau Yasi an Land trifft, ist noch unsicher. Generell kann man sagen, dass, je südlicher der Landgang erfolgt, die Situation umso kritischer ist, da dann umso mehr Gebiete betroffen sein werden, die schon in den vergangenen Wochen von den Überflutungen heimgesucht worden sind", prognostizierte Manfred Spatzierer von UBIMET in Melbourne.

Queensland hat seit November mit heftigen Regenfällen und Überschwemmungen zu kämpfen. 35 Menschen kamen bisher ums Leben, 30.000 Gebäude wurden beschädigt oder zerstört. Die Regierung schätzte die entstandenen Kosten auf umgerechnet 4,1 Milliarden Euro.

Quelle: APA

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