Lungauer missbrauchte drei unmündige Mädchen
Was bewegt einen laut eigenen Angaben glücklich verheirateten Mann dazu, drei unmündige Mädchen aus seinem Verwandten- und Bekanntenkreis sexuell zu missbrauchen? "Es war eine Dummheit, ich bitte um Verzeihung", brach der 52-jährige Angeklagte am Donnerstag am Landesgericht Salzburg in Tränen aus. Er wurde rechtskräftig zu 18 Monate verurteilt, sechs Monate davon sind unbedingt.
Der Kraftfahrer aus dem Lungau gestand den Missbrauch seiner siebenjährigen Enkelin und einer verwandten Volksschülerin ein. Er bestritt aber, sexuelle Handlungen an seinem Firmkind vorgenommen zu haben. Der pädophile Mann muss sich dem Urteil zufolge einer engmaschigen Psychotherapie unterziehen.
Tatort war vorwiegend das eigene Haus, das Wohn- und Raucherzimmer oder der Heizraum. Dort passte der Lungauer auf die zwei jüngeren Mädchen auf, spielte Schach oder Ziehharmonika. Dabei nützte er sein Autoritätsverhältnis aus. "Er zwang sie mehrmals zum Handverkehr", warf ihm Staatsanwältin Barbara Feichtinger vor. Die Tochter der Cousine seiner Ehefrau habe er vom Jahr 2007 an - da war das Mädchen erst fünf Jahre alt - bis 2010 und seine Enkelin im Vorjahr missbraucht. Dieser hat er auch ein Pornoheft gezeigt.
Bei dem dritten Missbrauchsopfer handelt es sich um das Mädchen, dessen Firmpate der Angeklagte war. Als es zwölf Jahre alt war, habe er sich in sie verliebt, schilderte der Mann. "Ich schrieb ihr einen 15 Seiten langen Liebesbrief." Während einer Motorradtour im Jahr 2001 soll er die Hände des am Sozius sitzenden Kindes auf seinen Genitalbereich gelegt haben. "Stimmt nicht", wies der Angeklagte den Vorwurf zurück. Er habe sie auch nicht in den Wald locken wollen, um ihr Holzschnitzfiguren zu zeigen. "Ich sagte nur, 'ein Foto oben ohne auf dem Motorrad wäre schön'. Ich habe dann das Foto gemacht."
Laut Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte bereits in den 1980er Jahren seine leibliche Tochter und zwei Stieftöchter sexuell missbraucht. Diese Delikte sind allerdings verjährt, erklärte Feichtinger.











