Kriminalität: Internetbetrug explodiert
Gesunken ist 2010 die Zahl der Anzeigen, bei Autodiebstählen und Einbrüchen geht der Trend stark nach unten. Immer öfter Internet als Tatort.

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Für Innenministerin Maria Fekter war es einer der erfreulicheren Termine. Sie durfte gestern eine Kriminalitätsstatistik für 2010 präsentieren, die der Polizei ein gutes Zeugnis ausstellt. Die Zahl der Anzeigen ist um 9,4 Prozent gesunken, die Aufklärungsquote ging leicht auf 41,4 Prozent hinauf.
"Das subjektive Sicherheitsbewusststein der Bevölkerung ist deutlich gestiegen, weil die Kriminalität deutlich rückläufig ist", sagte Fekter und lobte ihre Beamten: "Das ist kein Zufallsprodukt". Gezielte Strategien wie sichtbare Polizeischwerpunkte und Hintergrundmaßnahmen - etwa die "Soko Ost"- würden sich nun in Zahlen niederschlagen.
Tatsächlich gibt es markante Rückgänge bei Einbrüchen in Einfamilienhäuser (minus 39 Prozent) und Wohnungen (minus 18 Prozent), die Zahl der Autodiebstähle sank sogar um mehr als die Hälfte. Auch die Autoeinbrecher hatten weniger Erfolg: Rückgang um ein Fünftel.
Doch die Verbrecher tobten sich dafür auf einem neuen Tatort aus - einem nur schwer einzugrenzenden: Bei Internetdelikten stellen die Fahnder des Bundeskriminalamts (BK) massive Zunahmen fest, alleine beim Betrug um 400 Prozent (von 38 auf 1490 Anzeigen). Dies ist laut den Ermittlern auf Probleme mit gefälschten Webshops zurückzuführen, aber auch auf eine zunehmende Bereitschaft der Geschädigten, Anzeige zu erstatten. Cyberkriminalität gehört auch zu den Schwerpunkten der Exekutive für heuer. Außerdem will Fekter den sichtbaren Streifendienst weiter verstärken.
BK-Direktor Franz Lang will mit verstärkter Sensibilisierung (Bündnis gegen Gewalt) ein früheres Eingreifen vor allem bei innerfamiliärer Gewalt erreichen.











