680 Tote und 200 Vermisste in Brasilien
In Brasilien ist die Zahl der Todesopfer nach den Erdrutschen und Überschwemmungen nördlich von Rio de Janeiro inzwischen auf 680 gestiegen. Noch immer werden mindestens 200 Menschen vermisst.

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Allein in der besonders betroffenen Stadt Teresopolis, rund 100 Kilometer von Rio entfernt, fehlte von 177 Einwohnern jede Spur. Die Behörden befürchten deshalb einen weiteren Anstieg der Opferzahlen.
Nach einer von Medien veröffentlichten Bilanz der Verwaltungen der sechs am stärksten betroffenen Städte wurden bisher 680 Leichname aus den Trümmern und Schlammmassen geborgen. Allein in Nova Friburgo waren es 318. Tausende Menschen wurden durch die Unwetterkatastrophe obdachlos und müssen zunächst in Notunterkünften leben.
Die Rettungskräfte erhielten inzwischen weitere Verstärkung durch 700 Soldaten. Sie sollen vor allem mobile Brücken bauen, um den Transport von Hilfsgütern in das Katastrophengebiet zu erleichtern.
In Teresopolis kündigte die Stadtverwaltung den Bau von 1.500 provisorischen Baracken an, in denen Familien für die nächsten Monate untergebracht werden sollen. In der Region droht vielen noch intakten Häusern nun der Abriss, weil sie illegal in Risikozonen errichtet wurden. Nach Regierungsangaben leben in Brasilen insgesamt etwa fünf Millionen Menschen in erdrutschgefährdeten Gebieten.










