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Zuletzt aktualisiert: 12.01.2011 um 17:19 Uhr

Kind erschlagen: Mutter erstmals einvernommen

Nach dem gewaltsamen Tod des dreijährigen Cain in Vorarlberg konnte am Mittwoch erstmals seine 25 Jahre alte Mutter einvernommen werden. Wann der Tatverdächtige nach Österreich ausgeliefert wird, ist noch offen.

Foto © APA

Inhalte der Befragung wurden zunächst nicht bekanntgegeben. Wann der tatverdächtige Serbe, der den Sohn seiner Lebensgefährtin am Samstagabend in Bregenz erschlagen haben soll, nach Österreich ausgeliefert wird, war laut Chefermittler Norbert Schwendinger vom Landeskriminalamt weiter offen.

Die 25-Jährige hatte seit dem Tod ihres Buben am Wochenende wegen des erlittenen schweren Schocks bisher nicht befragt werden können. Sie und ihr älterer sechsjähriger Sohn werden im LKH Bregenz betreut. Gegen die Mutter läuft seit Dienstag ein Ermittlungsverfahren wegen möglicher Vernachlässigung ihrer Fürsorge- und Obhutpflichten.

Der am Montag 26 Jahre alt gewordene Serbe wurde von den Schweizer Sicherheitsbehörden ebenfalls schon einvernommen, über die Inhalte gab es aber zunächst keine Information. Der tatverdächtige Lebensgefährte der 25-Jährigen war am Dienstagnachmittag nach zweitägiger Flucht im Zuge einer Verkehrskontrolle im Schweizer Kanton Appenzell-Ausserrhoden widerstandslos festgenommen worden. Nach Angaben von Heinz Rusch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Feldkirch, ist der 26-Jährige in der Strafanstalt Gmünden in Niederteufen (Kanton Appenzell-Ausserrhoden) inhaftiert.

Der Auslieferungstermin für den in Vorarlberg aufgewachsenen Serben stand am Mittwoch noch nicht fest: "Dazu werden wir voraussichtlich morgen (Donnerstag, Anm.) mehr erfahren", sagte Schwendinger. Stimmt der Serbe einem verkürzten Auslieferungsverfahren zu, könnte er möglicherweise innerhalb einer Woche nach Vorarlberg überstellt werden.

Dass sich der 26-Jährige, wie in Medien kolportiert wurde, nach Serbien absetzen wollte, nannte Schwendinger ein "totales Gerücht". Diesbezüglich gebe es keine Hinweise. Auch werde er mit Anfragen konfrontiert, wonach es einen Fluchthelfer gegeben haben soll, was er ebenfalls verneinen müsse. "Es gehen in diesen Tagen viele Gerüchte um", so der Ermittler. In den Bereich der Vermutungen verwies er auch jene Berichte, wonach Cain mit einem Besenstiel misshandelt worden sei. "Möglich ist es, aber dafür gibt es keinen objektiven Beweis", sagte Schwendinger.

Weiteren Medienberichten zufolge soll der 26-Jährige, der in Vorarlberg aufwuchs, im vergangenen Jahr in einen tödlichen Autounfall in Serbien verwickelt gewesen sein. "Wir gehen davon aus, dass es so war, auch wenn wir dazu noch keine offizielle Bestätigung aus Serbien erhalten haben", so Schwendinger.


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