Österreich erreichte auch 2009 Kyoto-Ziel nicht

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Österreich hat auch im zweiten Jahr der Kyoto-Phase das Klimaziel nicht erreicht. Zwar wurden 2009 mit 80,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten um 6,8 Millionen Tonnen Treibhausemissionen weniger verzeichnet als 2008. Vom Ziel von 68,8 Millionen Tonnen ist man aber - unter Miteinbindung der "flexiblen Mechanismen so wie der Neubewaldung und Entwaldung" - weiterhin 5,1 Millionen Tonnen entfernt.
Umweltminister Berlakovich sprach bei einer Pressekonferenz am Mittwoch zwar von einem "sinkenden Trend", die Zahlen für 2010 könnten allerdings wieder unerfreulicher aussehen. Dass es für Österreich langsam eng wird, das vorgeschriebene Ziel bis zum Ende der Kyoto-Phase (2008 bis 2012) zu erreichen, bestritt der Minister zwar nicht, dennoch will er an der Vorgabe festhalten.
"Abgerechnet wird zum Schluss", sagte Berlakovich. Es gehe darum, möglichst viel für den Klimaschutz zu erreichen. Das Verfehlen des Kyotozieles hätte für Österreich übrigens nicht nur umweltrelevante Auswirkungen: Laut dem Minister drohen dann Strafzahlungen von rund 600 Millionen Euro.
Die größten Sorgenkinder in der Bilanz sind weiterhin der Verkehr und die Industrie. Beim Verkehr gibt es aber einen Lichtblick: Durch den verstärkten Einsatz von Biokraftstoffen konnten in Teilbereichen 1,7 Millionen Tonnen gespart werden, was auch weiter forciert werden soll. Zudem will Berlakovich, dass bis zum Jahr 2020 insgesamt 250.000 Elektroautos in Österreich unterwegs sind.
Der sinkende Trend an CO2-Emissionen in Österreich dürfte auch mit der Wirtschaftskrise - und damit weniger Verkehr und Industrie - einhergehen. Für 2010 könnte es CO2-mäßig auch wieder schlechter ausgesehen haben.
Berlakovich unterstrich, dass die CO2-Emissionen in Österreich seit 2006 gesunken sind. "Wir haben in den vergangenen Jahren einige richtungsweisende Initiativen zum Klimaschutz gesetzt", so der Ressortleiter.











