Kein Ende des Warmwetters in Sicht
Dieser Jänner ist sogar für Meteorologen ungewöhnlich. Ab Freitag wird es sonnig, es bleibt aber zu warm. Trotzdem sollten höher gelegene Schigebiete keine Probleme haben.

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Vor 30, 40 Jahren war der Winter Winter. An Regen im Jänner kann ich mich gar nicht erinnern", sagt Norbert Jank, der legendäre Eismeister vom Weißensee. "In diesem Winter hatten wir bereits drei Warmwettereinbrüche. Das ist ungewöhnlich."
"Ungewöhnlich" ist auch das Wort, das Werner Troger von meteo-experts in Lienz verwendet, um die aktuelle Wetterlage zu beschreiben. Er erwartet in der Nacht zum Donnerstag sogar eine Verschärfung des milden Wetters. Dann zieht nämlich die nächste Warmfront von Nordwesten ins Land. Sie bringt im Norden Niederschläge. "Ein paar Regenwolken können bis in den Süden ziehen. Die Schneefallgrenze steigt auf 1000 bis 1500 Meter."
Am Freitag klingen die Niederschläge ab. Für das Wochenende kündigt der Meteorologe dann "ruhiges, strahlend sonniges Wetter" an: "Es bleibt ungewöhnlich wild. Örtlich kann es am Nachmittag über zehn Grad warm werden. Die Null-Grad-Grenze kann vereinzelt bei 3000 Meter liegen." Trotzdem tröstet Troger die Touristiker: "Höher gelegene Schigebiete werden keine Probleme bekommen."
Ein Ende dieser milden Wetterphase ist weit und breit nicht zu sehen. So lange andauerndes Tauwetter ist im Jänner selten, räumt Troger ein. Schuld daran sind die zahlreichen Atlantiktiefs, die warme Luft nach Europa schaufeln. "Was wir brauchen, ist ein stabiles Hoch über dem Atlantik oder den Britischen Inseln, das die Warmluft blockiert", erklärt der Meteorologe. Dann bekäme kalte Luft aus dem Osten wieder eine Chance. Und auf die wartet nicht nur Eismeister Jank, sondern wohl alle Schigebiete.
Ist das ungewöhnliche Warmwetter ein Produkt des viel diskutierten Klimawandels? Troger weist solche Spekulationen zurück: "Das hängt einzig von der Großwetterlage ab und von nichts sonst."
Bauernregeln leiten aus einem warmen Jänner einen frostigen Frühling ab. "Möglich ist alles", räumt Troger ein. "Aber seriöse Prognosen sind nur für maximal eine Woche möglich."
Features
Pistensituation
Eislaufen
Friert es in der Nacht, kann ich am nächsten Tag den Weißensee freigeben", erklärt Eismeister Norbert Jank. Auf der Westseite misst das Eis trotz der Föhneinbrüche 40 Zentimeter, die Qualität ist exzellent. Beeinträchtigt werden Eisläufer durch zu viel Wasser auf der Oberfläche. Bis zum Ansturm der Holländer am 22. Jänner ist noch genug Zeit, also kein Anlass zur Panik. Nach ein paar kalten Tagen werden auch andere Eisflächen im Land wieder freigegeben.











