Serie von Verzweiflungstaten
Zu den vergangenen Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen ereignete sich in Kärnten eine dramatische Serie von Selbstmorden. Verzweifelte Menschen warfen sich vor Züge oder stürzten sich in die Drau.

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"Der Jahreswechsel ist häufig Anlass, um Bilanz zu ziehen. Diese verzweifelten Menschen sind in der Regel schon seit Längerem mit Konflikten und Problemen belastet, die Ausnahmesituation zu Weihnachten und Silvester bringt das Fass dann zum Überlaufen", erklärt Thomas Platz, Leiter der Reha-Klinik für Seelische Gesundheit in Klagenfurt.
Menschen, die ihrem Leben ein Ende setzen wollen, werden von einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit dominiert und können positive Aspekte ihres Daseins nicht mehr erkennen. "Ein Suizid kann entweder minutiös geplant oder eine Kurzschlusshandlung sein", sagt Platz. Im ersten Fall steuern die Betroffenen gezielt darauf hin, während sie gleichzeitig nach außen hin einen gelösten Eindruck machen. Zum Spontansuizid entschließt man sich binnen weniger Stunden. "Sich vor den Zug zu werfen oder von einer Brücke zu springen, sind besonders drastische Selbstmordarten. Hier steht nur mehr der absolute Wunsch zu sterben im Vordergrund", sagt Platz.
Für Angehörige sind Anzeichen oft kaum erkennbar. Und wenn, dann kann der Betroffene nicht mehr erreicht werden, da er den kompletten sozialen und emotionalen Rückzug angetreten hat.











