Lettland ruft wegen Schneemassen Notstand aus
Die lettische Regierung hat wegen der durch das extreme Winterwetter bedingten, weite Landesteile im Osten lahm legenden Stromausfälle den Notstand ausgerufen. Das Kabinett entschloss sich am Donnerstagnachmittag zu diesem Schritt auf Vorschlag des nationalen Krisenstabs. Die Verwaltung der am stärksten leidenden Region Rezekne erklärte sich kurz davor selbst zum Katastrophengebiet.
Ministerpräsident Dombrovskis bezeichnete die Ausrufung des Notstands für vorerst 40 Gemeinden angesichts der erwarteten Verschlechterung der Wetterlage für erforderlich. Damit können bestimmte Sonderregelungen wie das ausnahmsweise Fällen von Bäumen in Schutzzonen zu ermöglichen sowie um die schleppenden Reparatur- und Räumarbeiten zu beschleunigt werden. Die Anzahl der vom Ausnahmezustand erfassten Gemeinde könne jederzeit erweitert werden, hieß es.
Die staatliche Elektrizitätsgesellschaft Latvenergo schätzte die Anzahl der lettischen Haushalte ohne Strom auf 16.000. Die meisten von ihnen sind seit über einer Woche ohne Stromversorgung und teilweise ohne Heizung und Warmwasser. Nach Regierungsangaben sind derzeit rund 1.000 Helfer landesweit im Einsatz.
Laut dem Rigaer Unterrichtsministerium haben zudem 67 Schulen nach Ende der Weihnachtsferien am vergangenen Montag nicht wieder aufgesperrt. Durch umgestürzte Bäume und herabgebrochene Äste sind außerdem wichtige Verkehrsverbindungen beeinträchtigt. Der Sachschaden ist noch nicht beziffert.










