Tote durch Knaller in Deutschland und Niederlande
In Deutschland und den Niederlanden hat es durch unsachgemäßes Hantieren mit Feuerwerkskörpern jeweils einen Toten gegeben. Im oberbayerischen Gaißach bei Bad Tölz starb in der Silvesternacht ein 33-jähriger Mann durch einen selbst gebauten Feuerwerkskörper. Er erlitt kurz nach Mitternacht durch den vermutlich mit Schwarzpulver gefüllten Böller Kopfverletzungen und starb noch an der Unfallstelle.
Der Mann hatte versucht, den Böller zu zünden. Nachdem die Explosion zunächst ausblieb, beugte er sich Zeugenaussagen zufolge über den Feuerwerkskörper. In diesem Moment explodierte dieser.
Ein Böller-Bastler in Kiel verletzte sich am Silvestertag schwer und verursachte eine stundenlange Evakuierung benachbarter Häuser, etwa 60 Menschen mussten zeitweise ihre Wohnungen verlassen. Das Munitionsräumkommando rückte an, um weitere gefundene Sprengstoff-"Selbstlaborate" zu entschärfen, wie ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) mitteilte. Der 31-Jährige hatte sich bei einer Explosion schwer an Hand und Gesicht verletzt.
In den Niederlanden ist ein 13-Jähriger durch ein illegales Feuerwerk getötet worden. Der Bub schaute auf einem Campingplatz bei der Stadt Harderwijk (Provinz Gelderland) gemeinsam mit seinen Eltern zu, als Unbekannte einen nicht zugelassenen Feuerwerkskörper zündeten. Er erlitt schwere Verletzungen und starb im Krankenhaus, teilte die Polizei mit.
Bei einer Silvesterfeier im süditalienischen Crispano ist unterdessen ein Mann versehentlich erschossen worden. Der 39-Jährige wurde auf seinem Balkon von einer verirrten Patrone getroffen und war sofort tot, berichteten italienische Medien am Samstag. In Süditalien wird um den Jahreswechsel oft in die Luft geschossen. Mindestens 70 Menschen wurden im Raum Neapel nach italienischen Medienberichten durch Knallkörper verletzt.











