Schwere Verletzungen durch Böllerei in Österreich

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"Piraten" haben einem Mann zu Silvester im Bezirk Baden drei Finger abgerissen. Laut niederösterreichischer Polizei hatte der 37-Jährige fünf der Böller zusammengebunden und gezündet. Die Knallkörper explodierten noch in seiner Hand. In Vorarlberg verlor ein Mann beim Zünden eines Böllers ebenfalls drei Finger. Auch in anderen Bundesländern kam es zu schweren Zwischenfällen mit Feuerwerkskörpern.
Der Unfall im niederösterreichischen Pottendorf hatte sich gegen 17.30 Uhr ereignet. Zwei der abgerissenen Finger wurden laut Polizei gefunden. Ob sie zu retten waren, blieb vorerst ungewiss. Das Opfer wurde nach der Erstversorgung ins AKH Wien eingeliefert. Die Rettungsorganisationen in Niederösterreich hatten überhaupt zu Silvester "alle Hände voll zu tun" und verzeichneten knapp 400 Einsätze. 57 Alarmierungen von Rettungs- oder Notarztfahrzeugen gab es laut "144 - Notruf NÖ" bereits in der ersten Stunde des neuen Jahres. Verletzungen durch Böller, Raketen und Kracher nahmen im Vergleich zum vergangenen Jahr zu.
Beim Zünden eines Böllers verletzte sich am Silvesterabend ein 29-jähriger Mann in Hohenems (Bezirk Dornbinr) schwer. Ihm wurden drei Finger der linken Hand abgetrennt. Gegen 0.30 Uhr am Neujahrstag erlitt ein 18-Jähriger in Gortipohl (Montafon) beim Anzünden einer Rakete schwere Verbrennungen im Gesicht.
Schwer verletzt hat sich auch ein 44-jähriger Obersteirer kurz nach dem Jahreswechsel beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern: Ein Böller explodierte in seiner rechten Hand und verletzte ihn erheblich. Er wurde ins LKH Graz gebracht, wo er in der Plastischen Chirurgie operiert wurde. Im Salzburger Stadtteil Maxglan wurden durch einen Feuerwerkskörper gleich mehrere Personen verletzt: Ein vermutlich beschädigter Böller wurde von einem 40-jährigen armenischen Asylwerber abgefeuert. Der Kracher explodierte vermutlich noch direkt vor dem Gesicht des Mannes. Insgesamt wurden dabei sechs Menschen verletzt.
Im Bezirk Rohrbach in Oberösterreich forderte eine Silvesterfeier vier Schwerverletzte: Eine Abschussvorrichtung für Leuchtkugeln war nach einer Fehlzündung zerfetzt worden. Umherfliegende Trümmer verletzten die Feiernden. Zwei Menschen erlitten ein Knalltrauma. In Wien gab es rund um die Knallerei knapp 200 Anzeigen. Die Verwendung von Feuerwerkskörpern führte zu fünf Bränden sowie zu drei weiteren Unfällen.











