Gesucht: Verkäuferinnen in saudischen Dessous-Geschäften
In saudischen Dessous-Geschäften werden die Verkäuferinnen knapp. Die Handelskammer in Dschidda klagt über einen Mangel und versucht mit einer Kampagne neue Mitarbeiterinnen zu finden.

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Einen Mangel an weiblichem Verkaufspersonal in den Dessous-Geschäften des Landes beklagt die Handelskammer in der saudischen Metropole Dschidda. Die Kammer unterstütze deshalb eine Kampagne zur Anwerbung und Ausbildung von Verkäuferinnen für dieses delikate Gewerbe, berichtete die Tageszeitung "Arab News" am Sonntag.
Im islamischen Königreich werden nämlich die Kundinnen in den Shops vor allem von Männern mit Korsagen, Höschen und Strümpfen bedient. Dies führe dazu, dass Frauen, die es sich leisten können, ihre diesbezüglichen Einkäufe lieber in Dubai, Bahrain oder Ägypten tätigen, erklärte die Handelskammer-Vizepräsidenten Lama al-Suleiman.
Dem saudischen Handel entgingen dadurch beträchtliche Umsätze, fügte sie hinzu. Saudische Frauen sollten sich vermehrt zu qualifizierten Verkäuferinnen ausbilden lassen, "um das ihnen anhängende Image der Faulheit und Ungebildetheit loszuwerden", meinte die Kammer-Funktionärin. In Saudi-Arabien bestimmt allerdings eine besonders dogmatische Auslegung des sunnitischen Islam den Lebensalltag der Menschen. Frauen dürfen nur dann einen Job annehmen, wenn ihre Ehemänner oder männlichen Verwandten dem auch zustimmen.










