Drogenkartell in Mexiko wünschte frohe Weihnachten
Außderem distanzierte sich das Kartell auf Flugblättern von allen kriminellen Handlungen, die ihm vorgeworfen werden. Stattdessen beschuldigte "La Familia" die Staatsanwaltschaft, die Verbrechen zu inszenieren.

Foto © ReutersMexikanische Polizei im Kampf gegen die Drogenkartelle
Das gefürchtete mexikanische Drogenkartell "La Familia" hat sich in ungewöhnlicher Weise an die Bevölkerung gewandt: Auf Flugblättern und auf Plakaten wünschte die kriminelle Organisation den Menschen im Bundesstaat Michoacan ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr.
Wie die Zeitung "Reforma" am Samstag unter Berufung auf Behörden berichtete, distanzierte sich das Kartell in den Texten von allen kriminellen Handlungen, die ihm vorgeworfen werden. Stattdessen beschuldigte "La Familia" die Staatsanwaltschaft, die Verbrechen zu inszenieren.
Seit etwa Anfang Dezember versucht die mexikanische Regierung in einer groß angelegten Operation, das Kartell zu schwächen. Dabei wurde auch der mutmaßliche Chef der Organisation, Nazario Moreno González, getötet, der den Beinamen "El Chayo" (Die Stachelgurke) trug.
In Mexiko gibt es etwa sieben größere Drogenkartelle. Im Kampf des Staates gegen die brutalen Banden, bei dem seit ein paar Jahren auch das Militär eingesetzt wird, sind bereits Tausende gestorben.











