2010 bebte die Erde zehn Mal
Die Stärkste Erschütterung gab es in diesem Jahr in Feldkirchen. Auffällig war dieses Jahr, dass kein Beben in Slowenion oder Friaul nach Kärnten ausstrahlte.

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In der Nacht zum Dienstag wurden im Raum Villach viele Menschen durch drei Erdbeben aus dem Schlaf geschreckt (wir berichteten). Die Erdstöße hatten eine Magnitude von 1,9 auf der Richterskala. Das dritte Beben um 0.48 Uhr erreichte eine Stärke von 2,2. Das letzte Schadensbeben in Kärnten liegt einige Jahre zurück, weiß Seismologin Rita Meurers von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien. Am 1. Jänner 2007 erreichten Erdstöße im Bereich des Loiblpasses die Stärke 4,2 nach Richter, am 12. Juli 2004 waren es sogar 5,4. Das Epizentrum lag jeweils in Slowenien. "Die Grenze schützt nicht", meint Meurers lakonisch. "Es ist normal, dass es alle paar Jahre stärker rüttelt."
106 Meldungen
Im heurigen Jahr ist auffällig, dass kein Beben in Slowenien oder Friaul nach Kärnten ausstrahlte. "Mit den drei Beben in Villach hat die Erde in Kärnten heuer zehnmal spürbar gebebt", sagt die Seismologin. Auch beim ersten Mal, am 19. Jänner, lag das Epizentrum bei Villach. Es folgten Beben in der Kreuzeckgruppe (21. Jänner) und in Ferlach (9. März). Am 17. Mai ereigneten sich hintereinander zwei Beben mit der Stärke 2,9 am Hochobir. Die Erschütterungen wurden in Zell mit einer Intensität von vier Grad auf der makroseismischen Skala durch ein Schwingen hängender Gegenstände wahrgenommen.
Nach einem leichten Beben in Friesach (25. Juni) wurden am 30. August in Feldkirchen Erdstöße mit 2,8 nach Richter gemessen. "Die Intensität lag sogar bei 4 bis 5. Es gab damals 106 Meldungen, das ist viel", sagt Meurers.










