Berufungsverhandlung für Adamovich
Am Mittwoch wird sich für den früheren Präsidenten des österreichischen Verfassungsgerichtshofs (VfGH), Ludwig Adamovich, herausstellen, ob es bei seinem Schuldspruch wegen übler Nachrede zulasten von Natascha Kampusch bleibt.

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Adamovich hatte in seiner Funktion als damaliger Leiter der Evaluierungskommission zur Causa Kampusch in einem Interview zu bedenken gegeben, für Natascha Kampusch wäre die Zeit ihrer Gefangenschaft womöglich "allemal besser" gewesen "als das, was sie davor erlebt hat".
Die Mutter des Entführungs-Opfers, Brigitte Sirny, brachte darauf gegen Adamovich eine Privatanklage wegen übler Nachrede und bekam in erster Instanz recht. Das Wiener Straflandesgericht verhängte am Heiligen Abend des Vorjahrs über den inzwischen 78-jährigen Spitzenjuristen eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro, wovon die Hälfte unbedingt ausgesprochen wurde. Adamovich legte dagegen volle Berufung ein. Ob dem Rechtsmittel Berechtigung zukommt, hat nun im Wiener Justizpalast ein Drei-Richter-Senat des Wiener Oberlandesgerichts (OLG) zu entscheiden.











