Tsunami-Alarm nach starkem Erdbeben in Japan
Mehr als hundert Menschen sind nach einer Tsunamiwarnung am Mittwoch (Ortszeit) auf verschiedenen japanischen Inseln in Sicherheit gebracht worden. Nachdem vor Wellen von bis zu zwei Metern Höhe gewarnt wurde, stufte die nationale Wetterbehörde den Alarm später herab. Laut Geophysischem Institut der USA hatte sich ein Beben nahe der Insel Chichijima, 1.000 Kilometer südlich von Tokio ereignet.
Etwa 120 Bewohner der Insel Chichijima sowie 50 Menschen auf der Insel Hahashima wurden in höher gelegene Gegenden gebracht. Verletzte oder Sachschäden gab es bisher nicht.
Laut Wetterbehörde gilt die Tsunami-Warnung für die Küsten im Süden und Südwesten des Landes. Es sei mit einer Welle von einem halben Meter zu rechnen. Weniger als eine Stunde nach dem Beben hatte eine erste Welle von 30 Zentimetern Höhe dem Fernsehsender NHK zufolge bereits Chichijima getroffen. Weitere Wellen von 10 bis 30 Zentimetern Höhe hätten andere Inseln getroffen, darunter Hachijojima südlich von Tokio.
Das Beben mit der Stärke 7,4 hatte sich um 02.19 Uhr (Dienstag, 18.19 Uhr MEZ) in 14 Kilometern Tiefe im Pazifischen Ozean ereignet. Wenige Minuten später wurden die Menschen in den betroffenen Gebieten per Lautsprecher aufgefordert, sich in höhere Gegenden zu begeben. Die Warnung wurde auch auf Englisch, Koreanisch, Chinesisch und Brasilianisch übersetzt und stetig wiederholt.











